Marktplatz: Wer kann den Hund Rio zurückbringen?

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Sein Platz ist leer: Kristina Schubert hofft so sehr, dass der vermisste Rio doch noch zur Familie zurückfindet.

Kristina Schubert denkt bei Rio nicht an die Stadt am Zuckerhut und auch nicht an Olympia. Sie, ihr Mann Matthias und ihr elfjähriger Sohn Jannis – die ganze kleine, im beschaulichen Sontraer Stadtteil Hornel wohnende Familie denkt bei Rio nur an den zweijährigen Golden-Retriever-Rüden Rio.

Ihren Rio, der vor genau fünf Monaten, am Samstag, 23. April, beim Abendspaziergang mit Frauchen in der Nähe der Horneler Windräder ganz plötzlich hinter zwei unvermutet aufgetauchten Rehen hergelaufen ist.

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Marktplatz: Wer kann den Hund Rio zurückbringen? 

Es ging so schnell, dass Kristina Schubert es nicht verhindern konnte. „Rio ist ein unbeschreiblich lieber Rüde, er ist nie davongelaufen, aber er hat einen enormen Spieltrieb“, erzählt die Augenoptikermeisterin. Ob ihm diese Eigenschaft das Leben gekostet hat? Keiner will es glauben, obwohl Kristina Schubert kurz nach Rios Verschwinden hörte, wie zwei Schüsse fielen.

„Sofort begannen wir – unterstützt von Polizei und Jagdpächtern – mit der Suche. Bis weit in die Nacht hinein waren wir unterwegs, aber irgendwann war es so dunkel, dass wir die Suche erfolglos abbrechen mussten.“ Am frühen Sonntagmorgen begaben sich alle mit Freunden und Bekannten erneut auf die Suche – insgesamt etwa 50 Personen – erfolglos. Die Polizei konnte auch keinen Jäger ausfindig machen, der geschossen haben könnte, so dass allen zunächst nichts anderes übrig blieb, als Rios Decke an den Ort seines Verschwindens zu legen und zu hoffen, dass er sie „findet“.

Erfolglose Suche

An den darauf folgenden Tagen hingen Kristina und Matthias Schubert Vermisstenmeldungen aus. Sie verteilten Flyer, sie schalteten Zeitungsanzeigen, sie suchten Waldstückstück für Waldstück ab, sie setzten Suchhunde und Wildkameras ein, sie zogen einen auf die Suche von vermissten Hunden spezialisierten Tierfreund zu Rate, der ihnen riet, im Abstand von zwei Quadratkilometern Futterstellen einzurichten. Aber alles half nichts, obwohl Kristina, Matthias und natürlich auch Jannis zu jeder Tages- und Nachtzeit jedem noch so kleinen Hinweis nachgingen. „Unser Leben veränderte sich total“, erzählt Kristina. „Wir schliefen nur noch aus Erschöpfung und waren sofort wieder wach, wenn wir irgendetwas hörten!“

Aufgeben kam für Schuberts nie in Frage: „Rio ist doch unser Familienmitglied!“ Deshalb posteten sie unter Kristinas Account bei Facebook, die Stadtverwaltung setzte die Suchmeldung auf ihre Homepage und über die Landestierärztekammer wurden alle Tierärzte gebeten, alle Golden Retriever-Rüden, auf die die Beschreibung von Rio passen könnte, zu kontrollieren, denn natürlich ist der am 8. Juli 2014 auf die Welt gekommene Rio gechipt und registriert. Von Schuberts eingeschaltete Tierkommunikatoren waren sich einig, dass der Hund lebt, aber er wurde –trotz Belohnung in Höhe von 1000 Euro – einfach nicht gefunden.

„Wir gehen davon aus, dass unser Liebling von jemandem behalten, vielleicht sogar verkauft wurde, und dass der neue Besitzer gar nicht weiß, wie verzweifelt Rio gesucht wird“, sagt Kristina Schubert. Tag für Tag hat sie Rios Liegeplatz in ihrem Optikstudio vor Augen, zu Hause zündet sie oft eine Kerze für ihn an.

Beschreibung

Rio ist reinrassig, schlank, nicht kastriert, ca. 57 Zentimeter groß und circa 27 Kilogramm schwer. Sein Fell ist dunkelgolden bis karamellfarbig. Leider hat er keinen außergewöhnlichen Fleck, an dem man ihn sofort identifizieren könnte. Trotzdem hoffen Schuberts, dass sich jemand meldet, der den entscheidenden Hinweis gibt und sich unter Telefon: 01 75 / 880 50 34 meldet: „Wir wären ihm von ganzem Herzen dankbar!“ (Wilfried Apel)

Quelle: HNA

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