Nur wenige Kirchengemeinden haben volle Wahllisten

Kandidaten-Auswahl knapp geschafft

Hersfeld-Rotenburg. Die Minimalanforderungen für die Kandidatenlisten zur Kirchenvorstandswahl am 29. September sind in den Kirchenkreisen Hersfeld und Rotenburg erfüllt worden.

In den allermeisten Kirchengemeinden ist die Auswahl für die Gemeindemitglieder allerdings knapp: Statt der eigentlich geforderten doppelten Anzahl der Kandidaten steht nur die eineinhalbfache Anzahl auf der Liste.

Im Kirchenkreis Hersfeld gibt es 94 Stimmbezirke und entsprechende Wahllisten. Auf 85 von ihnen steht nur die eineinhalbfache Anzahl der Kandidaten. Im Kirchenkreis Rotenburg sind 58 Stimmbezirke registriert, von 53 wurde beim Kirchenkreisvorstand die Genehmigung zur verminderten Anzahl der Kandidaten beantragt und auch genehmigt. Diese Zahlen wurden vom Kirchenkreisamt genannt

Dekanin Gisela Strohriegl ist denn auch froh, dass die Wahl überhaupt in allen Gemeinden stattfinden kann. „Es war sehr mühsam. Aber ich freue mich, dass sich überall Menschen gefunden haben, die in den Kirchenvorständen mitarbeiten wollen.“ Wenn in einer Gemeinde nicht die Mindestanzahl von Kandidaten erreicht wird, kann nicht gewählt werden. Der Kirchenkreisvorstand muss dann einen benachbarten Kirchenvorstand beauftragen, die Geschäfte für die Gemeinde mitzuerledigen.

Auch Pfarrer Volker Drewes, stellvertretender Dekan im Kirchenkreis Hersfeld, ist erleichtert, dass überall gewählt werden kann. Wie Dekanin Strohlriegl ist er sicher, dass die Dauer einer Amtsperiode von sechs Jahren viele potenzielle Kandidaten abschreckt. Aus beruflichen oder aus Altersgründen würden sich immer weniger Menschen so lange in ein Ehrenamt einbinden lassen. Eine Verkürzung der Wahlperiode ist für die Dekanin auch keine Lösung: Die Organisation einer Wahl sei zu aufwendig, um sie enger zu takten.

Von Silke Schäfer-Marg

Quelle: HNA

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