IG Metall Nordhessen zeichnet in Berneburg langjährige Mitglieder aus

Kampf für Gerechtigkeit

Ehrung für langjährige Mitgliedschaft der IG Metall Nordhessen: sitzend von links Erna Klöpfel (Kirchheim, 65 Jahre) und Otto Reichardt (Heringen, 60 Jahre Mitgliedschaft); stehend von links Gewerkschaftssekretärin Anja Neumann, Hans Röll (Haunetal, 50 Jahre), Helmut Bätz (Niederaula, 50 Jahre), Elke Volkmann, zweite Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen. Foto:  Berg

Berneburg. Es war ein Dank, der an 2336 Mitglieder der IG Metall Nordhessen ging: „Sie setzen sich gemeinsam mit uns dafür ein, dass sich Lebens- und Arbeitsbedingungen verbessern“, sagte Anja Neumann, Gewerkschaftssekretärin des Bereichs Werra-Meißner. Sie alle wurden deshalb jetzt geehrt, 275 von ihnen kommen aus den Landkreisen Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg.

Für sie gab es am Dienstagnachmittag im Gasthaus Gonnermann in Berneburg eine Feierstunde. „Wir wollen keine Zweiklassengesellschaft in den Betrieben“, sagte Neumann weiter, „stattdessen wollen wir für alle bessere Lebensbedingungen schaffen.“

Sontras Bürgermeister Thomas Eckhardt freute sich, dass die gemeinsame Ehrung der beiden Landkreise im Ortsteil Berneburg stattfand. „Unsere Zusammenarbeit mit Herleshausen und Nentershausen zeigt, dass wir gut über die Kreisgrenzen zusammen arbeiten können, deshalb ist es schön, dass sie sich hier bei uns treffen.“ In seinen Grußworten an die IG-Metall-Mitglieder dankte er ihnen auch für ihr vielfältiges und nachhaltiges Engagement. „Sie leisten damit einen wesentlichen Beitrag zum Aufstieg des Landes“, so Eckhardt weiter. Neben den vielen Ehrungen erhielt auch die zweite Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen Elke Volkmann eine Auszeichnung. Sie wurde 1975 zu Beginn ihrer Ausbildung in einem Textilbetrieb Gewerkschaftsmitglied.

Im Anschluss äußerte sich Volkmann auch zur Asylpolitik und den vermehrten Angriffen und Anschlägen auf die Unterkünfte der Flüchtlinge. „Es ist völlig klar, dass die IG Metall jede Form von Gewalt auf das Schärfste verurteilt.“

Zweifellos sei die hohe Zahl der Neuankömmlinge eine ernste Herausforderung für die deutsche Gesellschaft. „Deshalb bitte ich auch jeden: Helft bei der Integration und stellt euch auch in Diskussionen gegen die Lügen, die von Einzelnen über die Asylbewerber verbreitet werden“, sagte Volkmann abschließend.

Von Sonja Berg

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