Nach dem Grubenunglück

Unterbreizbach: Kaliförderung hat wieder begonnen

Unterbreizbach. Nach dem Grubenunglück im Bergwerk Unterbreizbach, bei dem am 1. Oktober drei Bergleute gestorben sind, ist am Montag die Rohsalzförderung wieder aufgenommen worden. Das teilte der Kasseler Düngemittelhersteller K+S mit.

Zunächst sei die Gewinnung von Kalisalz aber auf einen Teilbereich begrenzt. Deshalb bleiben 550 der 930 Mitarbeiter vorerst in Kurzarbeit.

Nachdem in der vergangenen Woche die großen Kohlendioxid-Ansammlungen aus dem Bergwerk entfernt wurden, sei zunächst auf der ersten Sohle die Rohsalzgewinnung wieder aufgenommen worden. Auf der zweiten Sohle fänden noch Aufräum- und Montagearbeiten statt.

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Das geförderte Rohsalz wird aber nicht in Unterbreizbach, sondern am Standort Wintershall zu Düngemittel verarbeitet. Damit die Produktion auch in der Fabrik Unterbreizbach wieder aufgenommen werden kann, müsse von beiden Sohlen gefördert werden, erklärte K+S-Sprecher Ulrich Göbel auf Anfrage. Das sei voraussichtlich nicht vor Ende November der Fall.

Das bedeutet auch, dass vorerst noch 60 Prozent der Belegschaft in Kurzarbeit bleiben. Erst wenn die Produktion in Unterbreizbach wieder voll laufe, könne die Kurzarbeit weiter reduziert werden. Am Standort Merkers wurde die Kurzarbeit laut Göbel inzwischen wieder vollständig aufgehoben. (mcj)

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Quelle: HNA

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