15 Justizsekretäre haben ihre Laufbahnprüfung bestanden

Rotenburg. Das Ausbildungsziel ist erreicht. 15 Anwärter habe die Laufbahnprüfung für den mittleren Justizdienst im Studienzentrum Rotenburg bestanden. Sie werden als Justizsekretäre die Gerichte und Staatsanwaltschaften in Hessen personell verstärken.

Prüfungsfeier der Justizfachwirte in Rotenburg

Mit der bestandenen Prüfung erwarben die Absolventen zugleich die Berufsbezeichnung Justizfachwirt. Die Urkunden und Zeugnisse für die Qualifikation erhielten die Steuersekretäre in der Prüfungsfeier im Festsaal des Landgrafenschlosses in Rotenburg. Vizepräsidentin Petra Schichor vom Oberlandesgericht Frankfurt am Main übergab die Zertifikate.

„Es ist geschafft. Sie begeben sich jetzt auf eine lange und ungewisse Dienstreise.“ Horst Licht, der Leiter der Ausbildungsstätte für den mittleren Justizdienst im Studienzentrum Rotenburg, gratulierte den Absolventen. Für diese Reise seien sie reichlich mit Stoff gefüttert und einem Wissenspolster ausgestattet worden. Sie sollten sich auf das erworbene Wissen allerdings nicht verlassen. Auch die Justiz sei ständigen Veränderungen unterworfen. Damit müssten sie sich immer wieder auseinandersetzen und den Herausforderungen stellen, um nicht selbst unter die Räder zu geraten. Licht gab den Justizfachwirten den Rat mit auf den Weg: „Ruhen sie sich nicht auf dem erworbenen Wissen aus.“ Ein breit gefächertes Fortbildungsangebot stehe den Mitarbeitern zur Verfügung. Man werde sich deshalb in Rotenburg wiedersehen.

Vizepräsidentin Petra Schichor würdigte in der Festansprache die Leistungen und das Durchhaltevermögen der Absolventen in der anspruchsvollen Ausbildung. Das verdiene Anerkennung und Respekt.

Für die Justizsekretäre beginne nun der Einstieg oder Wiedereinstieg in den Beruf. In dem Ämter würden sie sehnlichst erwartet. „Viele Gericht, die Bedarf angemeldet haben, werden bei der Zuweisung leer ausgehen“, sagte die Vizepräsidentin. Der Grund sei die beringe Zahl der Absolventen. Die sei der Schuldenbremse und der Bedarfsentwicklung mit einer erheblichen Einsparung an Stellen geschuldet. Nicht alles sei vorausplanbar. Schichor nannte die großen Zahl der Flüchtlinge, die zu einer erheblichen Mehrbelastung in der Justiz geführt habe. Deshalb würden wieder 40 Bewerber ihre Ausbildung zum Justizsekretär beginnen, kündigte die Vizepräsidentin an.

Den Absolventen gratulierte ferner der Direktor des Studienzentrums Rotenburg, Professor Lothar Seitz, zur bestandenen Prüfung. Musikalisch umrahmten Henriette Dankmeyer am Flügel und Rebekka Kunert mit der Querflöte die Prüfungsfeier.

Quelle: HNA

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