Nur 20 Jugendliche noch nicht vermittelt

Junge Menschen haben gute Chancen bei der Suche einer Lehrstelle

Hersfeld-Rotenburg. Angehende Auszubildende finden im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ein deutlich besseres Angebot auf dem Lehrstellenmarkt, als andernorts in Hessen. Auf 100 jugendliche Bewerber kommen im Schnitt 96 Stellenangebote - hessenweit sind es lediglich 75.

Nur im Kreis Fulda (137) und in Frankfurt (112) ist die Situation noch besser. Diese Bilanz des Ausbildungsjahres ziehen die Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda und das Jobcenter des Kreises.

Die Lage am Lehrstellenmarkt hat sich im Vergleich zum Vorjahr stabilisiert. Sowohl die Zahl der Ausbildungs-Angebote ist mit 877 Lehstellen in 2014 um 67 niedriger, als auch die Zahl der jungen Menschen, die eine Ausbildung beginnen wollten. Sie liegt bei 917 Jugendlichen und nahm mit 61 in fast gleichem Umfang ab.

„Die Verhältnisse auf dem Ausbildungsmarkt haben sich in jüngster Vergangenheit deutlich verändert“, sagt der Chef der Arbeitsagentur, Waldemar Dombrowski. Noch vor einigen Jahren habe es deutlich mehr Bewerber als Lehrstellen gegeben - mit den aktuellen Zahlen „können wir uns sehen lassen“, sagt Dombrowski.

Aktuell seien im Landkreis noch 20 Jugendliche nicht vermittelt - sechs weniger als im Vorjahr. 25 Lehrstellen blieben unbesetzt, halb so viele wie im vergangenen Jahr.

„Für Betriebe wird es zunehmend schwerer, Auszubildende zu finden“, berichtet Dombrowski. Die Verknappung der Bewerber ergebe sich zunehmenden Trend zum Besuch weiterführender Schulen und zum Studium.

Das bestätigt Gerhard Finke, stellvertretender Leiter des Staatlichen Schulamtes. Nach einer Erhebung der Schulen im Schulamtsbezirk wechselt nicht einmal jeder vierte Schulabgänger direkt in ein Ausbildungsverhältnis, zwei von dreien wählen eine weiterführende Ausbildungsvariante.

Von Peter Gottbehüt 

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Quelle: HNA

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