Einwohner von Königswald informierten sich bei Bürgerversammlung über Arbeiten

Im Juli geht’s an den Kanal

Blick auf das sommerliche Königswald: Wenn es wieder so grün aussieht, sollen im Juli die Kanalsanierungsarbeiten an der Straße Oberland im Cornberger Ortsteil starten. Foto: nh

Königswald. Kanalbauarbeiten erwarten die Anwohner der Straße Oberland im Cornberger Ortsteil Königswald. Einzelheiten erfuhren sie am Montagabend bei einer Bürgerversammlung im Dorfgemeinschaftshaus ihres Ortes.

In einem Teil der Straße werden die Rohre für Abwasser und abzuleitendes Oberflächenwasser erneuert. Die Trinkwasserleitungen, die aus den 80er-Jahren stammen, bleiben unangetastet. Das erklärten Helmut Rother, dessen Ingenieurbüro aus der Gemeinde Meißner die Planung übernommen hat. Weitere Erläuterungen gab Armin Hast, der den Wasser- und Abwasserzweckverband (WAZV) vertrat. Dieser ist Auftraggeber der Arbeiten.

„Aus undichten Kanälen tritt Abwasser aus, es geht ins Grundwasser. Oder Fremdwasser gelangt in die Kanalisation. Je verdünnter das Abwasser in der Kläranlage ankommt, desto schlechter ist die Wirkung“, erläuterte Rother.

Das sei auch der Hintergrund der sogenannten Eigenkontrollverordnung, derzufolge alle Abwasserkanäle bis 2025 zu untersuchen und gegbenenfalls zu sanieren sind. Den Hinweis aus dem Publikum, dass diese ja kürzlich ausgesetzt worden sei, kommentierte Cornbergs Bürgermeister Achim Großkurth so: Es habe zwar eine so lautende Mitteilung gegeben, von einem Erlass aber, der allein die Verordnung aufheben könne, wisse er nichts.

Rother und Hast wiesen ausdrücklich darauf hin, dass kein Königswälder Anwohner verpflichtet sei, den Kanal zwischen Grundstücksgrenze und Haus mitzusanieren. Jedoch würden dahingehende Angebote gemacht. Rother: „Womöglich ist das im Zug der Bauarbeiten ja günstiger als später.“

Diese sollen im Juli beginnen und wenn irgend möglich vor Frostbeginn 2012 abgeschlossen sein. Bürgermeister Großkurth erklärte: „Der Anliegerverkehr soll möglichst ungestört fließen können. Es kann höchstens einmal sein, dass man eben ein paar Minuten warten muss, bis ein Bagger weitergerollt ist.“

Für die Arbeiten an der Straße, das erklärte Helmut Rother ebenfalls, entstünden den Anwohnern keine Kosten.

Die Straßendecke über den sanierten Rohren zahlt Auftraggeber WAZV, den verbleibenden Rest die Gemeinde Cornberg. Spenden der Jagdgenossenschaft könnten die Kosten senken, ebenso die mögliche Bereitschaft der Anwohner, den Bürgersteig in Eigenleistung zu pflastern, sagte der Bürgermeister.

Von Rainer Henkel

Quelle: HNA

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