Kommentar zum thüringischen Grubenunglück: Tragödie im Berg

Bei einem Unglück in einem Kali-Schacht in Thüringen sind am Dienstag drei Bergleute getötet worden. Vier weitere Kumpel wurden nach einem heftigen Ausbruch von Kohlendioxid von der Grubenwehr gerettet. Ein Kommentar von HNA-Redakteur José Pinto.

Das Grubenunglück im thüringischen Unterbreizbach endete als Tragödie. Nach stundenlanger Suche wurde am späten Dienstagabend klar, dass für die drei noch vermissten Bergleute jede Hilfe zu spät kam.

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Bergbau-Unfälle lösen stets eine große Betroffenheit aus. Das liegt vor allem daran, dass ihnen spektakuläre Rettungsmaßnahmen folgen, dass die Vorstellung unter Tage eingeschlossen zu sein, einfach grauslich ist, und nicht zuletzt, weil sie höchst selten vorkommen - zumindest in Europa.

Letzteres zeigt, wie sicher Bergbau in entwickelten Ländern betrieben werden kann. Aber ein Restrisiko bleibt immer - wie bei allen großindustriellen Prozessen. 100-prozentige Sicherheit gibt es nirgends, weder im beruflichen noch im privaten Bereich.

Und wie beim aktuellen, tragischen Fall sind Gasausbrüche im Bergbau immer möglich und schwer vorhersehbar. Leider. Möglicherweise gewinnt der Grubenbetreiber K+S aus dem jetzigen Unglück Erkenntnisse, mit denen solche Risiken in Zukunft verringert werden können.

E-Mail an den Autor: jop@hna.de

Quelle: HNA

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