Erfahrung seit drei Jahrzehnten

Der Freund der Störche: Joachim Wagner zeigt eindrucksvolle Bilder

Joachim Wagner vor dem Rathaus in Baumbach, es zeigt ihn mit einem seiner beeindruckenden Bilder. Foto: Meyer

Alheim. Die Störche sind zurückgekehrt ins Fuldatal, und es gibt einen, der die Tiere ganz genau beobachtet und jeden Entwicklungsschritt dokumentiert hat: Der Rotenburger Joachim Wagner zeigt im Rathaus der Gemeinde Alheim in Baumbach Fotos aus der Fuldaaue bei Baumbach.

Erstmals seit vielen Jahren hat ein Storchenpaar hier im Sommer gebrütet und drei Junge großgezogen. Seit über zehn Jahren legt sich der pensionierte Lehrer Joachim Wagner in den Fuldauen auf die Lauer. Er weiß genau, welche Tiere hier leben und wann sie wo zu beobachten sind.

Den männlichen Storch kennt Wagner schon länger, mit Hilfe der deutschen Vogelwarte konnte er ihn anhand eines Ringes am Fuß identifizieren. Vor drei Jahren wurde bei Baumbach der Mast aufgestellt, um ein Storchenpaar anzulocken. Ein Jahr später schon zeigte sich der Storch und brütete im folgenden Jahr im Naturschutzgebiet Rhäden bei Obersuhl.

Dass das Tier jetzt wieder die Fuldaaue wählte und hier Junge aufzog, hält Wagner für einen einzigartigen Erfolg. Er führt ihn zurück auf die idealen Bedingungen, die die Tiere vorfinden: Wiesen und Feuchtgebiete, in denen sich ausreichend Beutetiere aufhalten, außerdem Ruhe.

Wagners Fotos sind eindrucksvoll. Sie zeigen die drei Jungen im Flaum auf Futter wartend, dann die selben Tiere später, wie sie vor dem Jungfernflug die Tragfähigkeit ihres Federkleids testen. Die Eltern stolzieren auf den Bildern auf Futtersuche durch die Blumenwiese oder fliegen das Nest an, den Schnabel voller Halme, um damit das Nest neu zu polstern.

Im Treppenhaus des Rathauses zeigt Wagner eine Auswahl weiterer Naturfotos, die in der Fuldaaue, aber auch auf Reisen in Deutschland oder Nordamerika entstanden. Sie zeugen vom erfahrenen Auge des Fotografen und von dessen akribischer Geduld und sind ein ästhetischer Genuss.

Die Störche haben sich jetzt auf den Weg nach Süden gemacht. Wagners Bilder sind noch bis zum 31. Januar immer zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen.

Von Achim Meyer

Quelle: HNA

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