Lehrkräfte informierten sich bei Neumayer Tekfor über Produkte und Ausbildung

Jetzt noch bewerben

Präzisionsarbeit: Alex Stürmer, vorn links, der zum Industriemechaniker ausgebildet wird, und Jan-David Schröder, rechts , der Produktdesigner werden will, präsentieren bei einer Betriebsbesichtigung Teile, die im Rotenburger Unternehmen Neumayer Tekfor hergestellt werden. Rechts Ausbildungsleiter Reinhard Henning. Fotos: Schäfer-Marg

Rotenburg. Auch beim Rotenburger Unternehmen Neumayer Tekfor geht die Bewerberzahl für Ausbildungsplätze zurück. Das berichtete Ausbildungsleiter Reinhard Henning bei einem Treffen mit Lehrerkräften aus der Region, das auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft Schule-Wirtschaft beim traditionsreichen Automobilzulieferer stattfand.

Die Teilnehmer lernten nicht nur die Produktionsstätte und die Produktpalette kennen, sondern diskutierten mit dem gewerblichen Ausbildungsleiter auch über Anforderungen an junge Leute, die bei Neumayer Tekfor ausgebildet werden. „Wir nehmen vom Hauptschüler bis zum Abiturienten Bewerber, weil wir auch eine breite Palette an Ausbildungsberufen zur Verfügung stellen“.

Chemie muss stimmen

Wenngleich Henning vor den Lehrkräften klagte, dass manche Bewerber schon in den Grundrechenarten Schwierigkeiten hätten, sind Zeugnisnoten offenbar nicht alles, was bei einer Einstellung zählt: „Der persönliche Eindruck, das Gespräch mit dem Kandidaten ist wichtig. Schließlich muss auch die Chemie stimmen, der Bewerber muss zum Unternehmen passen“, erklärte der Ausbildungsleiter. So könnten durchaus Auszubildende als Maschinen- und Anlagenführer starten und sich dann noch zum Industriemechaniker weiterqualifizieren. Auch Kurzentschlossene können sich jetzt noch bei Neumayer Tekfor um einen Ausbildungsplatz für dieses Jahr bewerben. Hilfreich seien im Vorfeld der Bewerbungen auch Praktika, für die das Unternehmen Plätze bereitstellt.

Nach der Ausbildung werden die jungen Menschen in der Regel zunächst übernommen. Wer sich weiter qualifizieren möchte, etwa einen Fachoberschulabschluss und ein Studium plant, werde unterstützt.

Ab in die Werkstatt

Im kaufmännischen Bereich kommen auf zwei Ausbildungsplätze 40 Bewerbungen. Hier versucht man, den jungen Menschen einen andern Blick auf das Unternehmen zu vermitteln – auch sie gehen für vier Wochen in die Lehrwerkstatt, um besser zu verstehen, welche Produkte hergestellt werden. Allerdings, das räumt Henning ein, sind nicht alle Auszubildenden von dieser Werkstattphase begeistert. Die Lehrkräfte begrüßten den Einblick in die Praxis jedoch.

Das hochqualifizierte Personal ist nach Einschätzung Hennings ein wichtiger Standortfaktor für das Metall-Unternehmen. Die Umformung als spezielles Verfahren zur Metallverarbeitung gehöre zur Kernkompetenz des Unternehmens. Und dafür gebe es in Rotenburg ein großes Reservoir an qualifizierten Mitarbeitern.

Von Silke Schäfer-Marg

Quelle: HNA

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