Nach zwei Jahren Bauzeit ist die Autobahnmeisterei Hönebach fertiggestellt

Neubau der Autobahnmeisterei in Hönebach ist fertig

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Direkt an der A4 bei Hönebach: Ein beschrifteter Schneepflug in Signalfarben steht vor dem Eingang zur neuen Autobahnmeisterei. Der 100 mal 45 Meter große Bau beinhaltet eine riesige Fahrzeughalle, Werkstätten, Büroräume und Lager für Streusalz.

Wildeck. Noch stehen die riesigen, orangefarbenen Winterdienstfahrzeuge in Kirchheim. Doch in etwa sechs Wochen wird das Gros der Autobahnmeisterei ans östliche Ende des Landkreises umgezogen sein.

Der Neubau der Autobahnmeisterei in Hönebach ist nun fertig.Zwei Jahre haben die Arbeiten gedauert. Die Vorbereitungen liefen aber seit über einem Jahrzehnt, seitdem der Abschnitt der Autobahn A44 zwischen Kassel und Wommen geplant wird. An die lange Vorgeschichte erinnerte gestern der Präsident der Landesstraßenbehörde Hessen Mobil, Burkhard Vieth, als er den neuen Bau seinen Mitarbeitern offiziell übergab.

Die neue Autobahnmeisterei Hönebach wird sich um die A44 bis Hessisch-Lichtenau kümmern, die gerade gebaut wird, ebenso um die A4 von Kirchheim bis zum sogenannten Thüringer Zipfel. Etwa 100 Kilometer Autobahn sind das. „Da sitzt die Meisterei dann mittendrin“, sagte Vieth. Die A7 hingegen wird dann von Alsfeld aus betreut.

„Die Zeit der Provisorien ist vorbei, in Zukunft sitzt alles unter einem Dach“, sagte Vieth. Und tatsächlich: Auf dem Gelände direkt an der Auffahrt zur A4 ist alles in einem einzigen großen Gebäude untergebracht. Es bietet Platz für eine Fahrzeughalle mit der Grundfläche eines Fußballfeldes (100 mal 45 Meter), für Büro- und Aufenthaltsräume mit Duschen und Umkleiden, für Werkstatt, Lastwagenwaschanlage und eine große Halle, in der 800 Kubikmeter Streusalz lagern. Von dort werden zwei 15 Meter hohe Silos befüllt, die noch einmal 200 Kubikmeter Salz fassen.

Nach Angaben von Hessen Mobil hat der Neubau 7,1 Millionen Euro gekostet. Dafür seien 1,2 Millionen Euro eingespart worden, die ohne die neue Autobahnmeisterei in den alten Standort am Kirchheimer Dreieck hätten investiert werden müssen. Die alten Gebäude hätten zahlreiche Mängel, sagte Vieth.

Auch die mit Holzhackschnitzeln befeuerte Heizungsanlage im Neubau soll Kosten senken. Laut Thomas Batzke, dem Leiter der Autobahnmeisterei, wird das Heizen in Hönebach mit voraussichtlich 12 500 Euro pro Jahr nur noch halb so viel kosten wie bislang in Kirchheim.

Ab September zieht die Autobahnmeisterei mit ihren 16 Fahrzeugen und vielen Maschinen um. Zunächst wechseln 25 Mitarbeiter nach Hönebach. Viele haben dann einen deutlich längeren Weg zur Arbeit. Sieben Mitarbeiter bleiben vorerst in Kirchheim, das als Stützpunkt für die A7 dient. Langfristig soll das Personal von 32 auf 38 Mitarbeiter aufgestockt werden, wenn die Meisterei das neue Streckennetz betreut. Das wird aber wohl erst Ende des Jahrzehnts sein, sagte Vieth – abhängig davon, wie die Bauarbeiten an den Autobahnen in Nordhessen vorankommen.

Von Marcus Janz

Bilder von der neuen Autobahnmeisterei

Neue Autobahnmeisterei in Hönebach

Quelle: HNA

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