Markus Becker hat sein Amt als Ronshäuser Bürgermeister angetreten

Jetzt geht’s endlich los

Das Schild ist schon erneuert: Beim Amtsantritt am Montagmorgen fand Markus Becker bereits seinen Namen neben der Tür des Dienstzimmers vor. Die Buchstaben im Schild – so verrät der neue Rathauschef – stammen allerdings noch aus den 80er-Jahren. Seitdem mussten sie auch nicht geändert werden – Beckers Vorgänger Friedhold Zilch war 24 Jahre im Amt. Ab sofort lenkt nun der 36-jährige Christdemokrat die Geschicke seiner Gemeinde. Fotos: Gottbehüt

Ronshausen. „Na, ist der Stuhl groß genug?“, fragt Friedhold Zilch seinen Nachfolger beim ersten Probesitzen im neuen Dienstzimmer. „Fühlt sich gut an“, entgegnet Markus Becker. Er lehnt sich kurz zurück und kontert sogleich schelmisch, er wolle aber lieber auf seine Linie achten und besser ins Amt des Bürgermeisters als in den neuen Chefsessel hineinwachsen. Der 36-jährige Christdemokrat ist seit gestern neuer Verwaltungschef der Gemeinde Ronshausen.

Zum feierlichen Amtsantritt um 9 Uhr versammeln sich im Sitzungszimmer alle Mitarbeiter der Ronshäuser Verwaltung, Mitglieder des Gemeindevorstands und Parlamentsvorsteher Ernst Richardt, um Markus Becker willkommen zu heißen. Und der sorgt nach der offiziellen Amtsübergabe durch Friedhold Zilch – symbolisch wird ein großer goldener Schlüssel überreicht – für einen guten Start in den Tag für alle und fährt reichlich leckere Brötchen, Kaffee, Sekt und Kuchen auf.

Eine Ausbildung gibt es nicht

„Ich bin sehr freundlich empfangen und aufgenommen worden“, bedankt sich Becker. So habe er sich bereits während seiner letzten Urlaubstage ein wenig einarbeiten können. „Eine Berufsausbildung für das Amt gibt es ja nicht“, sagt Becker.

Er hofft, aus seiner bisherigen Tätigkeit als Projektmanager einige neue Impulse auch auf die Verwaltung übertragen zu können. „Ich werde jetzt am Anfang aber keine großen Umstellungen vornehmen, sondern erst mal die Prozesse sachlich analysieren“, kündigt er an. Es gehe ihm darum, in Möglichkeiten und nicht in Problemen und Schwierigkeiten zu denken.

Nachwuchs im April

Auch privat geht es bei dem 36-Jährigen spannend weiter: Mitte April wird er zum zweiten Mal Vater. „Es wird wieder ein Junge werden“, freut er sich – obwohl es ihm darauf nicht ankomme, wie er betont – „Hauptsache gesund, das ist wichtig“, sagt er.

Angesichts der neuen Verantwortung und Herausforderung gibt Becker zu, eine nicht ganz so ruhige Nacht gehabt zu haben. Schließlich sei der Amtsantritt als Bürgermeister ja auch kein gewöhnlicher Tag. „Ich bin glücklich, dass es jetzt endlich losgeht und das Warten ein Ende hat“, sagt Becker. Nun wolle er darangehen, umzusetzen, was er sich alles vorgenommen habe. Was genau das sein wird, verriet er gestern aber erst mal noch nicht. WEITERE ARTIKEL

Von Peter Gottbehüt

Quelle: HNA

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