Jetboot für die Retter: Rotenburger DLRG mit neuem Wasserfahrzeug unterwegs

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Schnell und wendig: Die Ortsgruppe Rotenburg der DLRG hat ein neues Rettungsfahrzeug in Betrieb genommen, ein sogenanntes Jetboot.

Rotenburg. Die Rotenburger Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) hat ein neues Wasserfahrzeug angeschafft, ein Jetboot, auch Jetski genannt. Das schnelle Gefährt wird die Lebensretter nun bei ihrer Arbeit unterstützen.

DLRG-Vorsitzender Uwe Jakob hatte das Projekt Jetboot vor zwei Jahren angestoßen und Sponsorengelder gesammelt. Das Jetboot sei an 365 Tagen im Jahr einsatzbereit und könne von zwei Personen startklar gemacht, an den Einsatzort gebracht und eingesetzt werden, erklärte Jakob. So könne die DLRG auch bei geringer Verfügbarkeit von Einsatzpersonal ihren Pflichten nachkommen. Außerdem werde das moderne Gerät Anziehungskraft auf Jugendliche ausüben und so dazu beitragen, Nachwuchs für die Rettungsarbeit zu gewinnen, ergänzte Stellvertreter Oliver Weber.

300 Kilogramm und 130 PS

Das Jetboot wiegt 300 Kilogramm und hat einen 130 PS starken Jetantrieb. Dabei wird Wasser unter dem Boot angesaugt und nach hinten ausgestoßen. Es erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 90 Kilometern pro Stunde und ist auch hochseefähig.

Mit Hilfe eines Bretts an der Hinterseite können Personen gerettet werden. Die Bedienung erfordert einen Bootsführerschein. Erstmals soll es bei der Sicherung des Bootskorsos am Strandfest-Sonntag zum Einsatz kommen.

Das Jetboot hat mit Ausrüstung 14 000 Euro gekostet. Der Landkreis und die Stadt unterstützten die Anschaffung mit zehn beziehungsweise 15 Prozent. 2500 Euro gab die Spardabank Bebra, 500 Euro die Sparkasse Hersfeld Rotenburg, und mit 4000 Euro unterstützten Rotenburger Unternehmen das Projekt. Den fehlenden Betrag stellten DLRG-Mitglieder als Darlehen zur Verfügung.

Landrat Dr. Michael Koch überreichte anlässlich der Inbetriebnahme des Jetboots Urkunden des Landesinnenministers an verdiente DLRG-Mitglieder.

Oliver Weber und Heiko Schäfer erhielten bronzene Katastrophenschutzmedaillen für zehn Jahre aktiven Dienst, Holger Bausenwein, Peter Schuchardt und Uwe Jakob die silberne Medaille für 25 Jahre aktive Dienstzeit.

Von Achim Meyer

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