Gute Vorsätze

In den Sportstudios im Kreis wird derzeit besonders viel geschwitzt

Hersfeld-Rotenburg. Neues Jahr, gleiche Vorsätze: Mehr Sport treiben, Stress abbauen und abnehmen stehen laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK Gesundheit ganz oben auf der Liste der guten Vorsätze für 2014. Das spüren auch die Sportstudios im Kreis Hersfeld-Rotenburg, in denen nach dem Jahreswechsel besonders viel geschwitzt wird.

„Im Januar und Februar merkt man die guten Vorsätze, das ist seit 30 Jahren so“, sagt Michaela Schadewald vom Medi-Sport-Gym in Bad Hersfeld. Etwa ein Drittel der nach Silvester Engagierten verliere die Motivation aber wieder. Um die guten Vorsätze einzuhalten, sei es hilfreich, sich überhaupt erstmal ein Ziel zu setzen, egal ob jemand gezieltes Rückentraining machen wolle oder Spaß an verschiedenen Kursen habe. Eines allerdings sei auch klar: „Schlank und fit in drei Minuten, das funktioniert nicht.“

„Es ist jedes Jahr das Gleiche“, sagt auch Nejat Sunel vom Fitnesspark in Bebra schmunzelnd. Nach den Weihnachtsferien sei besonders viel los, darauf stelle man sich personalmäßig extra ein. Zum einen kämen viele neue Mitglieder, zum anderen seien die vorhandenen Kunden wieder motivierter. „Etwa die Hälfte hält durch“, schätzt Sunel, der ebenfalls weiß: Durchhalten ist angesagt, „mit Pillepalle erreicht man nichts.“

Das kann Thomas Bretting vom Rotenburger Sporttreff nur bestätigen, der den Eindruck hat, dass der bekannte Ansturm zum Jahresanfang dieses Jahr noch intensiver ist. „Wer mit zu hohen Ansprüchen oder falschen Erwartungen beginnt, wird enttäuscht“, so Bretting. Um Erfolg zu haben, sei ein kontinuierliches Training über mehrere Monate wichtig, für absolute Anfänger empfiehlt der Trainer erstmal ein Aufbauprogramm. „Wenn das geschafft ist, bleiben die meisten auch dabei“, so Bretting.

„Im Januar und Februar haben wir den größten Zuwachs“, berichtet Johanna Hoyer, Inhaberin des gleichnamigen Gesundheitsstudios in Bad Hersfeld. Gerade Anfang des Jahres wollten viele Menschen etwas für sich tun, vor allem im Bereich Prävention. Beliebt seien bei Hoyer aber auch Entspannungskurse wie Meditation oder Qi Gong. Zunehmend nachgefragt sei darüber hinaus Firmenfitness.

Hessen Schlusslicht

2013 hat es laut der aktuellen Forsa-Umfrage übrigens jeder zweite Deutsche geschafft, seine guten Vorsätze für das neue Jahr sechs Monate und länger durchzuhalten. Besonders erfolgreich seien die Brandenburger gewesen, Schlusslicht bei der erfolgreichen Umsetzung war Hessen. Aber vielleicht gehen die Waldhessen aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg ja mit gutem Beispiel voran.

Von Nadine Maaz

Quelle: HNA

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