Ronshäuser bereiten Start der neuen Zukunftswerkstatt vor – am 25. September geht’s los

Jeder soll sich einbringen

Sich gemeinsam stark machen für die Gemeinschaft: Dass die Ronshäuser das können, haben sie bereits bei der 950-Jahrfeier im vergangenen Jahr eindrucksvoll bewiesen. Unser Bild zeigt Mitglieder des Festausschusses und der Arbeitsgruppe Tradition, Geschichte, Chronik bei der damaligen Präsentation der Ronshäuser Festschrift. Archivfoto: Gottbehüt

Ronshausen. Die Gestaltung der Gemeinde Ronshausen gemeinsam in die Hand nehmen – und das auf der breitmöglichsten Basis – das ist das erklärte Ziel der Zukunftswerkstatt Ronshausen. Um nicht nur den bekannten Sparzwängen zu gehorchen, sondern diesen aktiv zu begegnen, wollen die Ronshäuser diese Initiative ins Leben rufen. Das erste Treffen der Zukunftswerkstatt Ronshausen findet am Dienstag, 25. September, statt – siehe Termin.

Mit der Leitung der Zukunftswerkstatt ist Irmfried Riemenschneider, den Ronshäusern als Vorsitzender des Festausschusses zur 950-Jahrfeier wohlbekannt, beauftragt worden. Das Mitglied der Ronshäuser SPD bringt einen großen Erfahrungsschatz in diese Funktion ein – Riemenschneider war in seiner beruflichen Tätigkeit beim Amt für Landwirtschaft und Landentwicklung sowie zuletzt bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen über viele Jahre mit wichtigen Themen der regionalen Gestaltungsmöglichkeiten wie der Dorferneuerung betraut. Seit 2009 ist er in Altersteilzeit.

„Jedes Projekt braucht den richtigen Zeitpunkt“, sagt er. Mit dem Bürgermeisterwechsel und dem Einsparprogramm zur Haushaltskonsolidierung gebe es in Ronshausen gleich zwei Anlässe, die Zukunftswerkstatt nun zu starten.

„Das ist Bürgerbeteiligung pur.“

Markus Becker

„Wir wollen das Einsparprogramm auf breiter Basis diskutieren – es gilt, gemeinsam von möglichst vielen Ronshäusern getragene Konzepte zu entwickeln“, sagt Bürgermeister Markus Becker (CDU), der seit April im Amt ist. Nur Sparen reiche nicht. „Das würde Stillstand bedeuten – und Stillstand ist Rückschritt“, sind sich Becker und Riemenschneider einig. Sie plädieren dafür, in Ronshausen zu sparen und dabei trotzdem die Zukunft zu gestalten.

„In der kommenden Förderperiode gilt es, die Gemeinde wieder stärker an die sich bietenden Förder- und Entwicklungsmöglichkeiten der Region, von Hessen, Deutschland und der EU, anzubinden, als das in der jüngsten Vergangenheit der Fall gewesen ist“, sagt Riemenschneider.

Aus der Bevölkerung heraus soll mit allen relevanten Gruppen gemeinsam ein örtliches Handlungskonzept für die Gemeinde erarbeitet werden. Dessen Ausgestaltung soll in Arbeitsgruppen geschehen, die beim Treffen am 25. September gegründet werden sollen.

Deren Mitglieder sollen Umsetzungsvorschläge für die kommenden zehn Jahre erarbeiten, die der Gemeindevertretung und dem Gemeindevorstand als Vorlagen dienen werden. „Die Ideen aus der Bevölkerung heraus sollen im Parlament dann verfeinert und vorangetrieben werden, um möglichst einstimmige Beschlüsse zu erzielen“, erklärt Bürgermeister Becker. „Das ist Bürgerbeteiligung pur.“

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Von Peter Gottbehüt

Quelle: HNA

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