Mönchhosbachs Freiwillige Feuerwehr blickte beim Festkommers auf 125-jähriges Bestehen zurück

Jeder Sechste ist in Wehr aktiv

Immer im Einsatz: Unser Bild zeigt bei der Ehrung von links den Landtagsabgeordneten Dieter Franz, Oberfeuerwehrmann Mirko Frank, Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzenden Thomas Specht, Wehrführer Wolfgang Kulks (ausgezeichnet für 40 Jahre Dienst), Feuerwehrmann Holger Engels (ausgezeichnet für 25 Jahre aktiven Dienst), Feuerwehrmann Patrick Kohler, Bürgermeister Ralf Hilmes, Feuerwehrfrau Daniela Frank, den stellvertretenden Kreisbrandinspektor Hermann Funk, Gemeindebrandinspektor Sascha Sikora, Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt, den Feuerwehrvereinsvorsitzenden Wolfgang Steinhauer und den Landtagsabgeordneten Dirk Landau. Fotos: Apel

Mönchhosbach. Kleine Feuerwehr ganz groß – so könnte man zusammenfassen, dass im kleinsten Ortsteil der Großgemeinde Nentershausen, im etwa 70 Einwohner zählenden Mönchhosbach, fast jeder sechste Einwohner aktiver Feuerwehrmann ist, dass es zwischenzeitlich mit Daniela Frank sogar eine Feuerwehrfrau gibt und dass am Freitagabend anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Wehr – trotz EM – ein abwechslungsreicher Festkommers stattfand.

Zu verdanken war dies dem Vorsitzenden des Feuerwehrvereins, Wolfgang Steinhauer, seinen Männern und Hartmut Henkelmann, der die Veranstaltung als Ausrufezeichen dafür wertete, dass sich der einzige Verein des Dorfes „über einen respektablen Zeitraum über Wasser gehalten“ habe. Schon 1876 sei die erste tragbare Spritze angeschafft worden, berichtete Henkelmann – siehe Hintergrund.

Weiter wies er darauf hin, dass es seit 1939 glücklicherweise nicht mehr gebrannt habe, und dass 1990 zwölf Feuerwehrkameraden zwei Tage lang im Einsatz gewesen seien, um die Folgen einer Schlammflut zu beseitigen. Für die Zukunft wünschte Henkelmann der Feuerwehr viele neue Mitglieder, schließlich sei die „älteste und qualifizierteste Bürgerinitiative des Dorfes“ eine verlässliche Gemeinschaft, die sich in vorbildlicher Weise um ihre Mitmenschen sorge.

Stärkung mit Vereinskapital

Wehrführer Wolfgang Kulks wandte sich gegen das allenthalben verbreitete Bild der „Feierwehr“ („Bei uns ist schon einmal ein Kasten Bier schlecht geworden!“) und stellte heraus, dass es den Mönchhosbachern mit „Vereinskapital“ gelungen sei, die Hilfsmittel-Ausstattung ihres TSF zu ergänzen. So sei die kleinste Ortsteilwehr die einzige in der Gemeinde, die über eine Rettungsschleifkorbtrage verfüge. Ausdrücklich dankte Kulks der Kommune für die Renovierung des Feuerwehrgerätehauses und den vielen Helfern für die Unterstützung bei der Ausrichtung des Jubiläums.

Bürgermeister Ralf Hilmes lobte den Idealismus der Blauröcke und betonte: „Unser Dank kann gar nicht groß genug sein, wenn man bedenkt, wie umfangreich das Aufgabenspektrum der Feuerwehr geworden ist!“ Ähnlich äußerte sich Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt, der es als sehr positiv herausstellte, dass bei der Zahl der Aktiven kein Rückgang zu verzeichnen sei.

Weitere Gratulanten waren die Landtagsabgeordneten Dieter Franz (SPD) und Dirk Landau (CDU), der stellvertretende Kreisbrandinspektor Hermann Funk, Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender Thomas Specht, Gemeindebrandinspektor Sascha Sikora, Nentershausens Wehrführer Christian Schmidt und Pfarrer Axel Dück.

Unterhaltsam umrahmt wurde der Festkommers vom geistreich und geschliffen agierenden Spaßchor „Ladyknacker“ aus Reichensachsen und von der Zwergentanzgruppe aus Weißenhasel.

Von Wilfried Apel

Quelle: HNA

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