Katholischer Kindergarten feiert am Wochenende sein Jubiläum

50 Jahre Kunterbunt

Rosi Zaruba ist seit 1981 Leiterin der Kita. Fotos:  Apel

BEBRA. „Ihr dürft reinkommen!“, schallt es aus der „Villa Kunterbunt“. Manuel hat Geburtstag. Mit lautem Hallo stürmen seine Freunde auf ihn zu und lassen ihn hochleben. Am Samstag dürfte es im Haus an der Lindenallee 4 ähnlich hergehen. Dann allerdings feiert der gesamte, 1962 errichtete und 1993 beträchtlich erweiterte katholische Kindergarten der Biberstadt Geburtstag, und weil alle dazu eingeladen sind, dürfte es innen wie außen hoch hergehen.

Seit Wochen laufen die Vorbereitungen für das Fest, berichtet Rosi Zaruba, die engagierte und immer freundlich lachende Kindergartenleiterin: „Wir sind dabei, unsere ganze Kita in eine Kunstausstellung zu verwandeln!“ Und danach sieht es jetzt schon aus: Neben einem mit bunten Herzen, Schmetterlingen und allerlei Figuren geschmückten Kreuz, das den Besucher hinter der Eingangstür unaufdringlich und freundlich, aber doch bestimmt, empfängt, sieht man Bilder, Basteleien, Kunstgegenstände, die verraten, dass hier mit Liebe gearbeitet wird.

Seit dem 1. Oktober 1981 ist Zaruba in der Nachfolge der „Gründerschwester“ Quirina und der „Aufbauschwestern“ Laetitia Maria und Maria Brigitta Leiterin der von 70 Kindern besuchten Kindertagesstätte. Sie sieht es als wichtig an, dass in der „Villa Kunterbunt“ jedes Kind Kind sein darf. Und das, obwohl ihr bewusst ist, dass manche Eltern zu viel Erziehungsauftrag an den Kindergarten abgeben. „Manchen Kindern fällt es heutzutage beispielsweise schwer, sich gemeinsam mit anderen an einen Tisch zu setzen und zu essen“, berichtet sie. Aber zusammen mit ihren acht Erzieherkolleginnen - ab dem 1. August kommt vielleicht sogar ein Erzieher dazu - versucht sie, das Beste für ihre Kinder zu erreichen. Sehr zugute kommt ihr dabei, dass sie von allen kirchlichen Verantwortlichen nach Kräften unterstützt wird. „Uns wird selten ein Wunsch abgeschlagen!“, betont sie und verweist auf Nachfrage darauf, dass es in der Kita mehr evangelische und konfessionslose Kinder als katholische Mädchen und Jungen gibt.

Kaplan Andreas Schweimer ist glücklich, dass die St. Marien-Gemeinde einen Kindergarten hat. „Hier werden viele gute Grundlagen gelegt. Einerseits für den Glauben, andererseits aber auch für die Arbeit in der Gemeinde, die sehr davon profitiert!“ Er schaut regelmäßig bei „seinen“ Kindern vorbei, um ihnen eine Geschichte vorzulesen und um ihnen Glauben kindgerecht zu vermitteln. „Das kommt sehr gut an“, ist er sich mit der Kita-Leiterin sicher.

Schweimers rechte und für den Kindergarten außerordentlich wichtige Hand ist Willi Purkl. Der stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende der St.-Marien-Gemeinde ist seit 1970 für die Finanzen der Einrichtung zuständig. Er weiß, wovon er spricht, wenn er die sehr positive Zusammenarbeit lobt. Auch er freut sich, dass sich der Kindergarten an vielen kirchlichen Festen beteiligt.

Nach alledem wundert es nicht, wenn die 50 Jahre junge Kita einen sehr guten Ruf hat. Auch Silke Balk gehört zu ihren Fans. „Ben, unser Großer, war in der „Villa Kunterbunt“, Tom ist noch drin, und Max kommt bald rein!“, erzählt sie. Könnte es eine schönere Anerkennung für Rosi Zaruba und ihre Kolleginnen geben?

Von Wilfried Apel

Quelle: HNA

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