Evangelische Bücherei im Rotenburger Kreiskrankenhaus hat Geburtstag

20 Jahre Bücher ans Bett

Bücher sind auch Medizin: Unser Bild zeigt – von links – Bettina Scheffer, Anne Borschel, Annegret Krapf und Siegrid Knierim von den Grünen Damen mit dem Bücherwagen, den der Förderverein für das Diakoniekrankenhaus 2008 gestiftet hat. Foto: nh

Rotenburg. Nachdem im vergangenen Herbst die Gruppe der „Ökumenischen Krankenhaus- und Altenheimhilfe ÖKH-Grüne Damen“ im Rotenburger Kreiskrankenhaus ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert hatte, gibt es in diesem Jahr erneut einen runden Geburtstag: Die Krankenhausbücherei – einer der drei Tätigkeitsbereiche der Grünen Damen – ist 20 Jahre alt.

Die derzeitige Büchereileiterin Sigrid Knierim und ihre Mitarbeiterinnen Bettina Scheffer und Irmtraud Neumann fanden in den Statistik-Unterlagen den schlichten Satz: „Die Büchereiarbeit wurde am 1. Juni 1992 aufgenommen.“ Diese Notiz schrieb seinerzeit Gisela Kilian, die – gemeisam mit Gerda Tornow – die Initiative ergriffen hatte, die Bücherei gründete und sie mit einem Anfangsbestand von 60 Büchern viele Jahre hindurch leitete. Dabei wurde sie unterstützt von Annemarie Schleichert, Waltraud Schäfer und Erika Otto. 2003 kam Sigrid Knierim dazu und übernahm 2004 die Leitung.

Von Anfang an war die Evangelische Krankenhausbücherei dem Landesverband Evangelischer Büchereien Kurhessen-Waldeck in Kassel angeschlossen. Dieser finanziert zur Hälfte die jährlichen Neuanschaffungen, während das Krankenhaus als Träger die andere Hälfte zur Verfügung stellt. Heute umfasst der Büchereibestand etwa 560 Medien, die auch an die Ärzteschaft und das Personal ausgeliehen werden.

Einmal in der Woche besuchen zwei Bücherei-Mitarbeiterinnen mit dem neuen Bücherwagen auf allen Stationen die Patienten direkt am Krankenbett zur kostenfreien Buchausleihe. Auf Anfrage werden Ausleihwünsche natürlich auch außerhalb dieser Servicezeit erfüllt.

Viele der Grünen Damen – zurzeit sind es 23 Frauen – sind schon zehn Jahre und länger dabei. Die Jüngsten sind um die 50, die Ältesten um die 80 Jahre alt, und alle mit einer gehörigen Portion Lebenserfahrung als Grundlage für ihre schwierige Arbeit für kranke Menschen ausgestattet.

Bei allen Tätigkeiten stehe der persönliche Kontakt mit den Patienten und das Gespräch mit ihnen im Vordergrund, immer dem Slogan des Verbandes verpflichtet: „Wir nehmen uns Zeit – wir setzen uns ein – wir hören zu“.

Seit 2005 wird die Gruppe von Annegret Krapf, Telefon 0 66 23/860, geleitet. Sie ist auch Ansprechpartnerin für alle Frauen, die Interesse haben, in der Gruppe mitzuarbeiten. „Wir freuen uns über alle, die bei uns mitmachen wollen“, sagt Krapf. Damit die Arbeit kontinuierlich weiterlaufe, seien neue Mitarbeiterinnen im Team immer herzlich willkommen. (pgo)

Quelle: HNA

Kommentare