Wildecker Parlament entscheidet über Millionen-Projekt

Investor plant Autohof an der A 4 bei Hönebach

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Autohof geplant: Auf dieser Fläche vor Hönebach, zwischen der Straße nach Friedewald und der Autobahn 4, soll ein Autohof entstehen.

Hönebach. Das Unternehmen Autohof 24 will eine Tank- und Rastanlage an der Autobahn 4 bei Hönebach bauen. Wenn es nach dem Investor geht, sollen die Arbeiten für den Bau des Autohofs bereits Ende dieses Jahres beginnen. Das teilte Wildecks Bürgermeister Alexander Wirth mit.

Das Projekt soll im Gewerbegebiet Mackenrotscher Garten entstehen. Der Investor will von den 50.000 Quadratmetern 10.000, möglicherweise auch 20.000 Quadratmeter nutzen. Die Fläche liegt zwischen der Landesstraße nach Friedewald und der Autobahn direkt an der Abfahrt Wildeck-Hönebach. Der Autohof soll eine Tankstelle bieten, einen Reiseshop, ein Restaurant und Parkplätze für Pkw und Lkw. Der Investor hat bereits zwölf andere Autohöfe in Deutschland gebaut, unter anderem in Homberg/Efze an der A 7.

Die Bauleitplanung für das Gewerbegebiet ist fertig. Jetzt muss die Wildecker Gemeindevertretung entscheiden, ob sie den Autohof-Plänen zustimmt.

Erst vor zwei Wochen hatte sich eine Möglichkeit ergeben, die Profilierung des unebenen Geländes erheblich kostengünstiger zu erhalten als geplant. Nach einer neuen Kostenschätzung würde allein die Erschließung und Profilierung der Teilfläche des Gewerbegebiets etwa 1,62 Millionen Euro kosten, der Ankauf der Grundstücke etwa 677.000 Euro. Die Gesamtkosten lägen damit bei etwa 2,3 Millionen Euro. Der Verkauf von 10.000 Quadratmetern würde 450.000 Euro einbringen. Für die Gemeinde entstehen zurzeit keine Kosten. Die Kosten für den Grundstückskauf, die Profilierung und Erschließung trägt die Hessische Landgesellschaft. Für die Gemeinde besteht das Risiko, dass sie nach zehn Jahren die nicht vermarkteten Flächen zurückkaufen muss.

"Wir rechnen nicht mit riesigen Gewerbesteuereinnahmen durch den Autohof. Er könnte aber der Startpunkt für die Ansiedlung weiterer Betriebe in dem Gewerbegebiet sein“, sagte Wirth. (dup)

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