Neuer Anlauf am Donnerstag

Insolvenz des Seeparks muss vertagt werden

+
Befindet sich in schwerer See: Die Betreibergesellschaft des Seehotels will Insolvenz anmelden. 

Kirchheim. Über die Betreibergesellschaft des Kirchheimer Seehotels ist am Mittwoch noch kein Insolvenzverfahren eröffnet worden. Am Dienstagabend hatte Geschäftsführer Andreas Engelhoven angekündigt, am nächsten Morgen einen Insolvenzantrag beim Bad Hersfelder Amtsgericht zu stellen.

Dazu war Engelhoven nach eigenem Bekunden auch persönlich vor Gericht erschienen.

Am Insolvenzgericht seien aber alle Verantwortlichen abwesend gewesen. Daraufhin habe er vereinbart, den Insolvenzantrag schriftlich zu stellen. Zur Mittagszeit hatte er jedoch die notwendigen Antragsformulare, die ihm per E-Mail zugestellt werden sollten, noch nicht erhalten. Am Donnerstag will Engelhoven einen neuen Anlauf nehmen. Die Verzögerung habe für den Hotelbetrieb einigen Wirbel verursacht, sagt Engelhoven. Nach seiner Ankündigung hätten etwa die Lebensmittellieferanten vom Insolvenzverwalter wissen wollen, ob die Zahlungen an sie gesichert sind.

Einen Insolvenzverwalter gab es aber noch gar nicht. Er habe die Lieferanten aber von einer weiteren Zusammenarbeit überzeugen können, berichtet Engelhoven. Auf den Hotelbetrieb gebe es daher keine Auswirkungen.

Auch die Mitarbeiter würden, so Engelhoven, weiter beschäftigt. Von der Insolvenz betroffen ist laut Geschäftsführer nur die Betreibergesellschaft, nicht aber die KG, in deren Besitz sich die Hotelimmobilie befindet.

Der Amtsgerichts-Pressesprecher und stellvertretender Direktor Dr. Rolf Schwarz war nicht im Hause, seine Vertreter ebenfalls nicht oder trotz mehrfacher Versuche bisher nicht für eine Auskunft gegenüber unserer Zeitung erreichbar.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in unserer gedruckten Donnerstagausgabe.

Von Jan-Christoph Eisenberg

Quelle: HNA

Kommentare