Verfahren nicht verzögert

Amtsgericht setzt vorläufigen Insolvenzverwalter für Seehotel ein

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In Schieflage: Für das Seehotel im Kirchheimer Seepark hat das Amtsgericht Bad Hersfeld einen vorläufigen Insolvenzverwalter eingesetzt.

Kirchheim/Bad Hersfeld. Das Bad Hersfelder Amtsgericht hat den Gießener Rechtsanwalt Dr. Hans-Jörg Laudenbach am Donnerstag als vorläufigen Insolvenzverwalter für die Betriebsgesellschaft des Kirchheimer Seehotels eingesetzt.

Das teilte der stellvertretende Direktor des Amtsgerichts Bad Hersfeld, Dr. Rolf Schwarz, mit.

Laudenbach übernehme die vorläufige Insolvenzverwaltung und erstelle ein Gutachten. Darin werde geklärt, ob das Unternehmen tatsächlich zahlungsunfähig sei und genügend Insolvenzmasse vorhanden ist. Beides sei die Voraussetzung für ein Insolvenzverfahren.

Gerichtssprecher Dr. Rolf Schwarz widersprach am Mittwoch der Darstellung des Seepark-Geschäftsführers Andreas Engelhoven, das Insolvenzverfahren habe sich verzögert, weil am Mittwoch alle Zuständigen am Bad Hersfelder Amtsgericht abwesend waren.

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„Das Gericht war besetzt. Herr Engelhoven hätte den Antrag jederzeit stellen können. Er hätte dafür noch nicht einmal unsere Formulare benutzen müssen“, betonte Schwarz gegenüber unserer Zeitung. Tatsächlich sei am Mittwoch bis Dienstschluss kein Insolvenzantrag eingegangen. Der Geschäftsführer des Kirchheimer Seehotels, Andreas Engelhoven, hatte am Dienstagabend angekündigt, dass seine Betreibergesellschaft Insolvenz anmelden müsse.

Begründet hatte er das mit den Umsatzrückgängen in der Folge einer kritischen ARD-Reportage über die Unterbringung ausländischer Leiharbeiter des Internet-Kaufhauses Amazon im Kirchheimer Seepark.

Von Jan-Christoph Eisenberg

Quelle: HNA

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