Insolventes Hersfelder DRK will sich erneuern

Bad Hersfeld. Mit der Unterstützung der Kollegen aus Kassel sollen die insolventen Gesellschaften des Kreisverbandes Hersfeld des Deutschen Roten Kreuzes neu aufgestellt werden. Der Kasseler Geschäftsführer Gerhold Toepsch leiste derzeit einen „famosen Job“, indem er in Bad Hersfeld die Betriebsabläufe neu organisiere und für eine ordnungsgemäße Buchführung sorge, erklärte Kreisverbandsvorsitzender Gunter Müller.

Kunden und Patienten hätten von den finanziellen Problemen der DRK-Seniorenanlage in Friedewald und des Rettungsdienstes nichts mitbekommen, betonte Müller. Auch die Mitarbeiter hätten aus Insolvenzausfallgeld und eigenen Mitteln ihre Löhne und Gehälter weiter erhalten.

Mit Beginn dieses Monats ist aus dem vorläufigen Insolvenzverfahren ein reguläres geworden, das nach wie vor von der Kanzlei Westhelle in Kassel betreut wird.

Drei Gesellschaften des DRK-Kreisverbandes Hersfeld waren wegen Verbindlichkeiten von insgesamt rund neun Millionen Euro in Schieflage geraten. Als hauptsächliche Ursache gelten Fehlkalkulationen beim Bau des Friedewalder Seniorenheims.

Angestrebt ist nun, sowohl den Rettungsdienst als auch die Seniorenanlage in neue Gesellschaften zu überführen. „Das läuft unter Hochdruck“, erklärte Müller. (ks)

Quelle: HNA

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