Berufsberatung des Rotary Clubs Rotenburg/Melsungen in der Jakob-Grimm-Schule

Infos zum Berufsleben aus erster Hand

Im Gespräch mit Wolfgang Feller, Vorstandsmitglied bei B. Braun Melsungen: Thea Salzmann, Elena Krüger, Sarah Schulze, Katharina Orlikowa und Johannes Böcker informieren sich im Bereich Naturwissenschaften, Chemie, Biologie, Medizintechnik und Pharma. Foto:  Schankweiler-Ziermann

Rotenburg. Über 70 Schüler nahmen die Gelegenheit wahr und informierten sich kürzlich bei der Rotary Berufsberatung in der Jakob-Grimm-Schule (JGS) über ihre beruflichen Möglichkeiten.

Waren in den vergangenen Jahren noch Medizin, Psychologie oder Eventmanagement gefragt, wollten sich diesmal viele Schülerinnen und Schüler die Bereiche Betriebswirtschaft und Naturwissenschaften informieren, erklärten Christian-Peter Foet vom Rotary Club Rotenburg/Melsungen und Realschulzweigleiterin Gabi Lies von der Jakob-Grimm-Schule, die die Veranstaltung gemeinsam mit Christiane Lindner und Heike Schütz, Hauptschulzweigleiterin, organisiert hatte.

Ansprechpartner für die Schüler, die auch von den Beruflichen Schulen Bebra gekommen waren, waren sowohl Mitarbeiter des Arbeitsamtes, der Jobcoach der JGS und Berufsprofis des Rotary Clubs aus vielen Branchen. So scharte Dr. Wolfgang Feller, Vorstandsmitglied von B. Braun Melsungen, eine Gruppe um sich, die sich unter anderem für Medizintechnik, Chemielaborantin und ein Biologiestudium interessierten. Die Schüler haben über den direkten Kontakt zu Verantwortlichen aus den verschiedensten Bereichen die Möglichkeit, Informationen aus erster Hand zu bekommen, Kontakte zu knüpfen, und sogar Praktikumsplätze zu vereinbaren. So wies Dr. Feller eine Schülerin mit Russischkenntnissen auf die besonderen Chancen hin, die diese Sprache bietet.

Auch Altenpflege ist ein Bereich mit großen Chancen, erklärte Roland Bardt, der unter anderem in Ronshausen, Rotenburg und Heringen Alteneinrichtungen betreibt. Inzwischen liege der Bruttoverdienst in der Altenpflege mit 2000 bis 2500 Euro deutlich über dem Mindeslohn, sagte Bardt, und wies auch auf Aufstiegsmöglichkeiten hin. Pflegemanagement könne man etwa an der Humboldt-Universität Berlin studieren, das Fach Gesundheitsökonomie werde an immer mehr Unis angeboten. Die Altenpflege Bardt beschäftige allein 135 Kräfte, darunter 25 Auszubildende – auch Quereinsteiger.

Leider seien vom Gymnasium in Gerstungen keine Schüler gekommen, bedauerte Christian-Peter Foet vom Rotary Club. Alle jungen Leute aus der näheren Umgebung seien willkommen. Man biete nicht nur Beratung an, sondern auch Praktikumsplätze und eventuell sogar den ersten Arbeitsplatz.

Die Rotarische Berufsberatung findet einmal jährlich in der ersten Novemberhälte statt – auch im Jahr 2014 wieder.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

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