Pfarrer Martin Schacht wird am Sonntag als neuer Pfarrer des Pfarrbezirks Bebra-Süd eingeführt

Immer bei den Menschen sein

Nahe bei den Menschen möchte Pfarrer Martin Schacht sein und sie begleiten. Am Sonntag wird er in der Bebraer Auferstehungskirche ins neue Amt als Pfarrer des Bezirks Bebra-Süd eingeführt. Unser Bild zeigt ihn mit Dekanin Gisela Strohriegl bei der Überreichung der Ernennungsurkunde. Foto: Apel

Bebra. Manche Jahre sind besondere Jahre. Dieses Jahr scheint eines für Martin Schacht zu sein. Zum einen wird er bald ein halbes Jahrhundert alt. Zum anderen wird er nach 20-jähriger Tätigkeit in Sontra am kommenden Sonntag, 24. Juni, um 14 Uhr in der Auferstehungskirche in sein neues Amt als Pfarrer des Bebraer Pfarrbezirks Süd eingeführt.

„Das alles ist schon so eine Art Zäsur“, stellt er fest. „Man ist traurig, dass man die Gemeinde, die einem lieb geworden ist, verlassen muss. Aber man freut sich auch auf die neue!“ Dabei ist dem in der Nähe von Hanau geborenen Seelsorger die Eisenbahnerstadt nicht neu. Schon als stellvertretender Dekan des Kirchenkreises Rotenburg, zu dem Sontra bis zur kirchlichen Gebietsreform gehörte, war er von 1995 bis 2007 mit Dingen befasst, die ihm jetzt erneut begegnen. In gewisser Weise ist er also ein „alter Hase“ - aber einer, der sich gerne einbringt, Dinge beim Namen nennt, anschiebt - und einer, der gerne auf Menschen zugeht.

Leben auf dem Dorf

Das macht sich fest an der Tatsache, dass er sich mit seiner Familie für die sehr schöne Wohnung im Asmushäuser Pfarrhaus und das damit verbundene Leben auf dem Dorf entschieden hat. Aber auch daran, dass er gerne zu den Jungen und Mädchen in den Kindergärten geht, um ihnen von Jesus zu erzählen oder ihnen etwas auf seiner Gitarre vorzuspielen.

Ein wichtiges Arbeitsfeld ist für Pfarrer Schacht die Seelsorge. Die hört für ihn, wenn ein Mensch gestorben ist, nicht mit dem Trauergespräch auf. Dem 49-Jährigen ist es ein Anliegen, regelmäßige Kontakte zu den Hinterbliebenen zu pflegen und in ganz persönlicher Bindung zu bleiben. Und den einen oder anderen für die ihm ebenfalls am Herz liegende Seniorenarbeit zu gewinnen. Insoweit könnte er sich vorstellen, zu einem ganz bestimmten Thema zu einwöchigen Seniorenfreizeiten einzuladen.

Ganz speziell für Väter mit Kindern schweben ihm Segeltörns in Holland vor. Kurz bevor steht eine kirchengeschichtliche Fahrradtour, die er noch von Sontra aus für Juli geplant hat: „Wer Zeit und Lust hat, kann gerne mit uns über Homberg nach Marburg und von dort aus über Fritzlar und Guxhagen wieder zurück fahren.“

Von Wilfried Apel

Quelle: HNA

Kommentare