Entsorgung am Straßenrand

Illegaler Müll kostet die Steuerzahler im Landkreis jedes Jahr viel Geld

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Reifen, Papier und Spraydosen wie hier an der Böschung neben dem Parkplatz an der B 27 in Bad Hersfeld in Fahrtrichtung Bebra: In die Landschaft geworfener Müll kostet die Steuerzahler im Landkreis viel Geld.

Hersfeld-Rotenburg. Achtlos in die Landschaft geworfener Müll kostet die Steuerzahler im Landkreis jährlich viel Geld. Wie viel genau, lässt sich nicht abschließend beziffern, weil für die Entsorgung teils überregionale Organisationen zuständig sind.

Die Verkehrsbehörde Hessen Mobil etwa, die Abfälle im Straßenraum von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen einsammeln lässt, erhebt die Kosten nur für das gesamte Bundesland. Hessenweit entsorgt sie rund 3000 Tonnen Müll. 2013 waren dazu rund 35.000 Arbeitsstunden nötig, teilt Hessen-Mobil-Sprecherin Cornelia Höhl mit. Hinzu kämen noch rund zwei Millionen Euro für Fremdfirmen sowie die allgemeine Abfallentsorgung.

Für das Abholen und Zwischenlagern von in der Landschaft entsorgten Autoreifen oder Kühlschränken fallen in der Kreisstadt Bad Hersfeld laut Stadt-Sprecher Meik Ebert jährlich Personal- und Maschinenkosten in Höhe von 25.000 bis 30.000 Euro an. Mit 300 bis 400 Euro beziffert Gerd Meyer, Bauhofleiter der Stadt Bebra, die Personalkosten für das Abräumen größerer wilder Müllkippen. Kleine Mengen würden von den Stadtreinigern während ihrer täglichen Arbeit aufgesammelt. Deutlich zurückgegangen sei die Zahl der wilden Müllkippen, seit die Zufahrten zu neuralgischen Punkten von der Stadt blockiert wurden. Die Entsorgung des von den Kommunen gesammelten Mülls übernimmt der Abfallwirtschaftszweckverband (AZV). 58,5 Tonnen hat der AZV nach Auskunft des stellvertretenden Geschäftsführers Gerd Keidel im Jahr 2013 angenommen. Die Kosten von 7000 Euro werden auf die Gebührenzahler umgelegt. Darin enthalten sind auch der wilde Müll aus den Mitgliedskommunen des Müllabhol-Zweckverbandes Rotenburg (MZV) und die Abfälle, die von Ehrenamtlichen bei den Frühjahrsputz-Aktionen eingesammelt werden.

Von Jan-Christoph Eisenberg

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Quelle: HNA

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