Zukunftswerkstatt stellt Ergebnisse der Arbeitsgruppen vor – Handlungskonzept im Juli

Zukunftspläne für Gemeinde Ronshausen auf dem Prüfstand

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Unser Bild zeigt den Leiter der Zukunftswerkstatt, Irmfried Riemenschneider (links), mit Ronshausens Bürgermeister Markus Becker vor dem Areal, für das ein Entwurf zur Umgestaltung entwickelt worden ist.

Ronshausen. Seit Sommer 2012 sind die Ronshäuser intensiv dabei, Zukunftsideen für ihre Gemeinde zu entwickeln. Am Dienstagabend wurden die bisherigen Ergebnisse im Haus des Gastes zusammengetragen und beispielhaft vorgestellt.

100 Ronshäuser kamen zusammen, um sich über die Vorschläge für Verbesserungen in allen für das Zusammenleben in ihrer Heimatgemeinde wichtigen Bereichen zu informieren.

Das Spektrum der fünf Arbeitsgruppen verdeutlicht, wie breit die Ronshäuser ihre Zukunftswerkstatt aufgestellt haben. Ob Infrastruktur, interkommunale Zusammenarbeit, Ver- und Entsorgung über Handel und Gewerbe, Tourismus, Gastronomie und Grundversorgung, den Demografischen Wandel, die Jugendarbeit, Gesundheit, Bildung und Vereinswesen bis hin zur Siedlungsentwicklung, dem Ortsbild, der Landwirtschaft und neuen Konzepten zur Energieeinsparung reichen die Themenfelder.

„Vor dem Engagement ziehe ich meinen Hut“, sagt Ronshausens Bürgermeister Markus Becker angesichts des in den vergangenen Monaten Geleisteten. Exemplarisch stellten Becker, Zukunftswerkstatt-Leiter Irmfried Riemenschneider und Rainer Lang, Leiter einer Arbeitsgruppe, Projekte vor.

Bei Förderprogramm dabei

Als einzige Gemeinde im Landkreis ist Ronshausen auf Betreiben der Zukunftswerkstatt bereits eine von hessenweit sechs Modellkommunen, die beim Projekt „Ehrenamt – sicher in die Zukunft“ dabei sind. Dabei geht es darum, wie gezielt Vereinsvorstände und Führungskräfte gewonnen und gehalten werden können. Das Projekt ist eine Kooperation der Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ und der Landesehrenamtsagentur Hessen.

Ein weiteres Projekt ist die Bewerbung der Gemeinde beim Wettbewerb des Landkreises „Hier will ich sein – hier werd’ ich alt“. Zum Thema Wohnformen für ältere Menschen hat die Ronshäuser Arbeitsgruppe zur Siedlungsentwicklung ein Konzept für eine Hofreite an der Eisenacher Straße/Ecke Große Gasse entworfen. Unter der Überschrift „Leben in vertrauter Gemeinschaft“ haben die Ronshäuser damit bereits im April ihre Bewerbung für den Wettbewerb abgegeben.

Alle bisherigen Zukunftswerkstatt-Vorschläge, die Ideen für die kommenden zehn Jahre beinhalten, werden nun als örtliches Handlungskonzept zusammengefasst und geordnet. „Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass schon morgen umgesetzt wird, was vorgeschlagen wurde, sondern dass diese Ergebnisse nun im nächsten Schritt auf ihre Realisierbarkeit überprüft werden“, erklärt Riemenschneider.

Wichtiges Zwischenziel

Das ausformulierte Handlungskonzept will er im Juli dem Gemeindevorstand übergeben, der dann bei Weichenstellungen und Umsetzung sowie als Anstoßgeber aktiv werden wird. „Wir haben jetzt ein wichtiges Zwischenziel erreicht – das wir uns für das erste Jahr ja auch gesetzt hatten“, sagt Riemenschneider. Das bedeute aber nicht, dass die Arbeit der Zukunftswerkstatt nun ende. „Es geht auf jeden Fall weiter“, bekräftigen Becker und Riemenschneider.

Eines von vielen möglichen Projekten: Für diese Hofreite an der Eisenacher Straße (Foto) hat die Arbeitsgruppe zur Siedlungsentwicklung ein Konzept entworfen, wie dort barrierefreies und betreutes Wohnen mit herkömmlichen Wohnungen und einer Tagespflege kombiniert werden könnten.

Von Peter Gottbehüt

Quelle: HNA

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