Kai Hilgen studiert am Studienzentrum der Finanzverwaltung

Beim Lernen: Kai Hilgens bereitet die Vorlesungen in seinem Zimmer nach. Er ist Student am Studienzentrum der Hessischen Hochschule für Finanzen und Rechtspflege. Foto: Sasse

Rotenburg. Der Schreibtisch ist das größte Möbelstück in Kai Hilgens Zimmer. Darauf stehen seine Bücher, ein Telefon, eine Kaffemaschine und sein Laptop. An der Pinnwand hängt sein Stundenplan. Einen Fernseher gibt es nicht.

Der steht im Gemeinschaftsraum. In seinem Zimmer lernt er. Kai Hilgen will Diplom-Finanzwirt werden und studiert am Studienzentrum der Hessischen Hochschule für Finanzen und Rechtspflege in Rotenburg.

Das Zimmer im Nebengebäude der Hochschule bewohnt er seit August vergangen Jahres, im Jahr davor hat er im Haupthaus gewohnt. Rotenburg kennt er allerdings schon länger. Um seine Beamtenlaufbahn im mittleren Dienst beim Finanzamt zu beginnen, hat er bereits im Schloss, ebenfalls an der Rotenburger Hochschule, studiert. Nun strebt er den gehobenen Dienst in der Finanzverwaltung an. Darum lebt er nun in dem Gebäude an der Josef-Durstewitz-Straße.

Während der Student aus Niedernhausen bei Wiesbaden über den Flur seines Wohnheimes läuft, macht er Scherze mit vorbeikommenden Mitbewohnern. „Große Freundschaften entstehen hier“, sagt Hilgen. Auch nach der Ausbildung treffe man sich noch. Mit seinen zwei Lernpartnern wollte er gern in diesem Studienblock auf einem Flur wohnen. Es hat geklappt. In den Prüfungsphasen gehe im Wohnheim allerdings schon mal die Angst um. Dann nerven einen manchmal die Eigenarten der anderen, sagt Hilgen.

„Ich mag das Flair hier“, erklärt er. In Rotenburg herrsche nicht so eine Hektik, wie im Rhein-Main-Gebiet, und die Menschen seien herzlicher und offener. Außerdem sei die Stadt ein guter Ort für die Ausbildung, da es wenig Ablenkung gebe. Nur die Fahrt nach Niedernhausen am Freitag und zurück nach Rotenburg am Sonntag nervt ihn ein bisschen.

Meistens bleiben die Studenten unter sich, erzählt Hilgen. Doch auf dem Weihnachtsmarkt hat er während seiner ersten Ausbildungsperiode 2006 Freundschaft mit zwei Rotenburgerinnen geschlossen, die noch heute hält.

Pauken nach Unterricht

Im Hörsaal sind die Tische in U-Form angeordnet. Kai Hilgen sitzt hinten links. Namensschilder stehen vor den Plätzen. Einige Studenten haben ihre Bücher im Raum liegen lassen. Der Unterricht dauert von 7.50 bis 13 Uhr. Manchmal hat er auch anschließend noch Unterricht. Ansonsten paukt er: mal in Gruppen, mal allein.

Das Freizeitangebot am Studienzentrum ist groß: Es gibt ein Schwimmbad, eine Turnhalle, Kicker-Tische, eine Cafeteria zum gemeinsamen Fußball gucken und einen Beat-Keller, in dem einmal die Woche eine Party veranstaltet wird. Mit dem Erlös finanzieren die Studenten ihren Diplomball. Außerdem gehen sie manchmal abends aus, eine Stammkneipe haben sie in Rotenburg jedoch nicht. Hilgen freut sich, dass er hier mit Mitstudenten auch Fußball spielen kann. In seinem Heimatort Niedernhausen spielt er im Verein.

Von Lara Sasse

Quelle: HNA

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