Trotz Hundeattacken: Anleinpflicht in Ronshausen nicht geplant

Machtlos. Auch nach der Attacke eines frei laufenden Hundes auf einen Bullen, der von dem Hund zu Tode gehetzt worden war, wird es keine Anleinpflicht für Hunde geben. „Eine Anleinpflicht in der Gemeinde Ronshausen ist nicht geplant.“

Das sagt Bürgermeister Markus Becker.

Im Mai waren im Verlauf der Hundeattacke auch zwei Landwirte verletzt worden.Der Machtloser Maik Dippel berichtete der HNA-Redaktion, die Hundeattacke sei kein Einzelfall. Erst kürzlich sei sein eigener Hund von einem frei laufenden Tier angegriffen worden.

Die Besitzerin hatte nach seinen Angaben nicht einmal eine Leine dabei. Sein angeleinter eigener Hund Hund versuchte, dem Angreifer zu entkommen. Die Leine habe sich um die Beine seiner Tochter gewickelt, die aus nächster Nähe Zeugin der Beißerei geworden sei.

„Meine Tochter war danach völlig verstört und hat jetzt auch Angst vor Hunden“ , erzählt Dippel. Die Besitzerin des anderen Hundes habe gesagt, Dippel solle doch seinen Hund ebenfalls von der Leine lassen. Er wies stattdessen die Frau darauf hin, dass sie ihren Hund anleinen solle. Die Hundebesitzerin habe entgegnet, sie sei schließlich versichert, also könne er seinen verletzten Hund beim Arzt behandeln lassen. Das sei bereits der zweite Angriff, den er mit seinem Hund erlebt habe, sagt Dippel.

Zur Frage der Anleinpflicht in Ronshausen heißt es aus dem Rathaus, lediglich gefährliche Hunde müssten angeleint werden. Dies sei in der Hundeverordnung des Landes Hessen festgelegt. Demnach sei jeder Halter verpflichtet, seinen Hund so zu führen, dass von ihm keine Gefahr für Menschen und Tiere ausgehe. Jedoch könne in Einzelfällen eine Anleinpflicht erlassen werden. „Hierfür ist aber eine Anzeige der Vorfälle notwendig“, erklärt Bürgermeister Markus Becker. Und der Hundehalter müsse dann durch die Ordnungsbehörde ermittelt werden. (mad)

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Symbolbild

Kommentare