Therapie-Tiere des Deutschen Roten Kreuzes schenken Freude in Seniorenheimen

Auf den Hund gekommen

Menschen Freude und Abwechslung schenken: Elvira Reinmüller (links) und Stefanie Langhof besuchen mit ihren Therapiehunden, Bearded Collie Mia und Labrador Josy, regelmäßig Seniorenheime und Kindergärten. Foto: Meyer

Hersfeld-Rotenburg. Therapiehunde des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) kommen in Seniorenheimen, Behinderteneinrichtungen, Krankenhäusern und auch Kindergärten zum Einsatz. Sie sollen Menschen in solchen Einrichtungen Freude schenken und Abwechslung bereiten. Bei der DRK-Ortsvereinigung Schenklengsfeld werden Hunde zu Therapiehunden ausgebildet. Elvira Reinmüller ist dort Ausbilderin.

Grundsätzlich, erklärt Reinmüller, eignet sich jede Hunderasse für die Ausbildung. Auch Dobermänner, Schäferhunde und Bernhardiner hat sie schon trainiert. Sogenannte Listenhunde, also etwa Kampfhunde, kommen für die Ausbildung nicht infrage.

Vor der Ausbildung wird der Hund auf seine Eignung geprüft: Hört er auf die Befehle Sitz und Platz? Verträgt er sich mit anderen Hunden? Lässt er sich von fremden Personen führen und streicheln? Ist er stressresistent?

40 Stunden Ausbildung

Die Ausbildung umfasst 40 Stunden und findet an zwei Wochenenden in Schenklengsfeld statt. Bezahlt wird sie vom DRK. Dabei übt der Halter mit seinem Hund zum Beispiel, sich zu einer Person auf eine Matte zu legen oder neben einem Rollstuhl herzulaufen.

Aber nicht nur der Hund, auch der Halter wird geschult. Denn schließlich, so Reinmüller, werden beide zusammen als Team zum Einsatz kommen.

Der Halter wird beispielsweise über Krankheitsbilder wie Demenz und Parkinson aufgeklärt und erlernt den richtigen Umgang mit Rollstuhlfahrern. Am Ende steht eine Prüfung für Hund und Halter. Den Kontakt zu Einrichtungen, in denen die Teams zum Einsatz kommen, stellt das DRK her.

Da staunen selbst die Pfleger

Was genau in den Therapiestunden geschieht, hängt stark von den Bedürfnissen der Alten oder Kinder und von den Eigenschaften des Hundes ab. Elvira Reinmüller ist mit ihrer Hündin Mia regelmäßig in einem Kindergarten und einem Altenzentrum zu Gast. Sie ist oft überwältigt von der Wirkung, die die Hunde gerade auf ältere Menschen hätten. Sie sorgen für Abwechslung und Gesprächsstoff und würden die älteren Menschen etwa beim Füttern zu motorischen Leistungen motivieren, über die selbst die Pfleger nur staunen könnten.

„Die Hunde achten nicht auf Äußerlichkeiten“, sagt Reinmüller. Sie begegnen jedem Menschen freudig und zugewandt. (zmy)

Kontakt: DRK-Ortsvereinigung Schenklengsfeld, Peter Ernst, Telefon 0 66 29/12 84 www.drk-schenklengsfeld.de

Quelle: HNA

Kommentare