Eon-Mutterkonzern will sich von Eon Mitte trennen

Höttl: Verkauf keine Gefahr für Netzpläne

Bebra. Der vom Energieversorger Eon vorgesehene Verkauf seiner Anteile an der Eon Mitte (über 73 Prozent) hat mit der geplanten Einbringung der Stromnetze der Stadtteile Bebras in die Stadtwerke nichts zu tun. Das erklärte gestern Stadtwerkechef Herbert Höttl auf Nachfrage.

Die Konzession (Wegeleitungsrechte) für das Stromnetz der Stadtteile, die zuvor die Eon hatte, war vom Parlament an die Stadtwerke vergeben worden. Statt eines Verkaufs der Stromnetze ist vorgesehen, dass die Eon, die bisher einen Anteil von 20 Prozent an den Stadtwerken Bebra hält, die Netze einbringt und im Gegenzug ihr Anteil erhöht wird.

In der jüngsten Parlamentssitzung war die Einbringung aber gescheitert, weil die Mehrheit der Eon Mitte kein Vetorecht im Bereich der Energie- und Versorgungswirtschaft einräumen will.

Nach Angaben Höttls ist die Eon Mitte über den Beschluss der Stadtverordneten informiert und gebeten worden, sich dazu zu äußern. Dies sei bisher noch nicht geschehen und stehe auch nicht im Zusammenhang mit dem Verkauf der Eon-Anteile an der Eon Mitte AG.

Die Eon will ihre Anteile an Eon Mitte den Landkreisen anbieten. Das würde eine Rekommunalisierung von Eon Mitte bedeuten, so wie auch deren Vorläufer EAM den Landkreisen gehörte. Dann gebe es auch keinen Grund mehr, gegen die Zusammenarbeit mit der Eon Mitte zu sein, erklärte Höttl. Ein Nachfolger der Eon Mitte werde zu den Vereinbarungen bezüglich der Netzeinbringung stehen, „davon gehe ich aus“, sagte Höttl. (ank)

Quelle: HNA

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