Hönebach bleibt Heimat

+
Über ein Wiedersehen nach vielen Jahren freuten sich Uta Braun (von links), Käthe Griesing und Ursula Biehl beim Treffen der Ehemaligen im Festzelt in Hönebach.

Hönebach. 200 Ehemalige trafen sich zum Ortsjubiläum und hatten sich viel zu erzählen. Grund für den Wegzug war oft die Liebe.

Zurück in die Heimat - diesen Weg haben 200 Ehemalige zum Ortsjubiläum 700 Jahre Hönebach gefunden. Über ihr Kommen freute sich Ortsvorsteher Heinrich Meier beim Treffen im Festzelt: „Ich nehme an, ihr werdet viel zu erzählen haben.“ Und in der Tat, immer wieder blieben Besucher stehen, schauten sich fragend an, tauschten sich aus und schüttelten Hände.

Ein wohlwollender Klaps auf den Rücken machte deutlich: „Ich habe dich lange nicht gesehen!“

Für Siegfried Brell aus Braach war es auch ein Treffen mit seinen Brüdern Hans-Jürgen aus Sontra und Günther aus Heringen. Für die drei Enkel von „Töppenjocks“ war die Liebe der Auslöser für den Wegzug aus dem Heimatdorf. Doch sie kommen immer wieder, um alte Bekannte zu treffen. Einer davon ist Hans-Georg Jasiulek, der in Hönebach geblieben ist. Er sitzt mit den Brüdern an einem Tisch und unterhält sich angeregt mit ihnen.

Auch Mitglied in einem Ortsverein ist ein Ehemaliger noch. Hans-Jürgen Brell hält als Passiver weiterhin der Freiwilligen Feuerwehr Hönebach die Treue. Siegfried Brell zeigt seine Verbundenheit zum Heimatdorf durch seine Mitarbeit beim Ortsjubiläum. „Ich habe meinen Arbeitsplatz an einem Grill auf der Festmeile“, kündigt er beim Treffen im Festzelt an.

Ebenfalls nicht weit nach Hönebach haben es die Geschwister Wolfgang Schäfer und Gudrun Leimbach, geborene Schäfer. Ihn hat es durch Heirat nach Weißenhasel verschlagen, sie nach Machtlos. Regelmäßig sind sie in ihrem Heimatdorf zu Besuch beim Vater und der übrigen Verwandtschaft. Gudrun Leimbach ist zusammen mit ihrem Mann Jürgen auch noch im Schützenverein Hönebach aktiv. Deshalb arbeitete sie beim Ortsjubiläum im Thekenteam mit.

Die Enkel von „Töppenjocks“ durften beim Treffen der Ehemaligen in Hönebach nicht fehlen: Hans-Jürgen Brell (von links), Günther Brell und Siegfried Brell – hier zusammen mit Hans-Georg Jasiulek (Zweiter von rechts), der in Hönebach geblieben ist.

Ursula Biehl, geborene Gräf, war aus Pohlheim bei Gießen in ihr Heimatdorf gekommen. Vor 37 Jahren war die Tochter aus der Metzgerei Gräf mit ihrem inzwischen verstorbenen Mann, der aus der Gaststätte Biehl in Ronshausen stammte, dorthin verzogen. Beim Betrachten der historischen Bilder der Fotoausstellung gab es ein Wiedersehen mit alten Bekannten: Käthe Giesing, geborene Schäfer, die bald 85 Jahre alt wird und immer noch in Hönebach wohnt, und Uta Braun, geborene Steinhauer, die vor 44 Jahren der Liebe wegen nach Heringen zog. Das Trio hatte sich beim Treffen nach langer Zeit viel zu erzählen. Ursula Biehl war an allen Festtagen in Hönebach. Mit ihrem Lebenspartner Ernst Bussberg wohnte sie bei Freunden in ihrem Heimatdorf: Änne und Georg Maus.

Der zweite Tag der 700-Jahrfeier war mit einem Gottesdienst eröffnet worden. Abends ließen es „Die Wilderer“ beim Livekonzert im Festzelt krachen.

Von Herbert Vöckel

Quelle: HNA

Kommentare