Der ESV Hönebach blickt auf ein Jahrhundert bewegter Geschichte zurück

Höhenflüge in 100 Jahren

Vor dem Anpfiff: Fußball zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts sah etwas anders aus als heutzutage, doch den Stolz, für den ESV aufzulaufen, sieht man den Akteuren deutlich an. Foto: nh

Hönebach. Der ESV Hönebach feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Die Feierlichkeiten werden sich über mehrere Monate hinziehen – siehe Artikel nebenan. Laut einer Pressemitteilung sind dabei der sportliche Teil an zwei Wochenenden im Juni und Juli und der offizielle Festkommers am 8. September die Höhepunkte.

Als sich im Mai 1912 einige junge Hönebacher Burschen im Gasthaus Fernau trafen, um einen Verein zu gründen, konnte sich keiner von ihnen vorstellen, worauf ihre Kinder und Enkel 100 Jahre später zurückblicken dürfen.

Der Sportbetrieb beschränkte sich zunächst auf Leichtathletik und Turnen, wobei die leichtathletischen Wettkämpfe im sogenannten Eichelgarten stattfanden. Die Übungen der Turner wurden im Saal des Gasthauses Niemeyer abgehalten.

Unabhängig davon bildete sich im Jahre 1921 der Fußballverein mit dem Namen „Aufwärts Hönebach“. Dieser Verein schloss sich 1923 mit dem bereits bestehenden Turn- und Sportverein zusammen, was, so weiß es die Chronik, im Gasthaus Niemeyer gebührend gefeiert wurde.

1933 wurde der Spielbetrieb infolge der Auflösung der damaligen Arbeitersportvereine eingestellt, sodass es bis 1946 keine sportliche Vereinstätigkeit im Ort gab.

Am 7. Juli 1946 wurde dann der Freie Sportverein Hönebach gegründet. Vorsitzender wurde Valentin Engelhardt, der Verein bestand aus 54 Erwachsenen und 19 Jugendlichen.

Das Jahr 1961 wurde zu einem Meilenstein in der Vereinsgeschichte. Georg Noll wurde in der Jahreshauptver-sammlung am 29. Dezember zum Vorsitzenden gewählt. Mit dem heutigen Ehrenvorsitzenden wurde der Beitritt zum Eisenbahner-Sportverband vollzogen.

Damit begann ein beispielloser Aufstieg, der nach drei Meisterschaften 1966, 1970 und 1976 mit dem Aufstieg im Jahr 1991 in die vierthöchste Klasse Deutschlands, die damalige Landesliga, endete. Dort belegte der Klub im ersten Jahr sogar den vierten Platz. Spitzenmannschaften wie PAOK Saloniki, Dynamo Dresden und Union Berlin waren in Hönebach zu Gast, und in ganz Nordhessen war der ESV in dieser Zeit gefürchtet.

Den Vorsitz übernahm 1982 Harald Schumann, der das Amt bis zum März 2005 innehatte und mittlerweile ebenfalls Ehrenvorsitzender des Vereins ist. Während dieser Zeit begann auch der furiose Aufstieg des Frauenfußballs im Verein, der im Aufstieg in die Verbandsliga gipfelte.

Aber beim ESV wurde nicht nur Fußball gespielt. 1971 wurde die Gymnastikabteilung gegründet, die bis heute fester Bestandteil des Vereins ist und nicht nur in den Übungsstunden, sondern auch auf dem Sportplatz und bei Veranstaltungen ihren Teil dazu beiträgt, das Vereinsleben aufrechtzuerhalten. (red/rai)

Quelle: HNA

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