Die DGUV-Akademie der Unfallversicherung am Seilerweg boomt und will expandieren

Hochschule mit Aussicht

Mit Weitblick: Nicht nur die Aussicht von der Dachterrasse der DGUV-Akademie ist atemberaubend, sondern auch die Perspektiven für die Hochschule, die expandieren will. Unser Foto zeigt den Direktor, Professor Harald Becker (links) und den Manager der Einrichtung, Peter Joop, vor den Wohngebäuden und dem Bolzplatz der Hochschule auf dem Wehneberg. Fotos (3): Struthoff

Bad Hersfeld. Vielleicht liegt es an dem etwas sperrigen Namen, vielleicht auch an der Lage weit über der Stadt: 20 Jahre nach ihrer Gründung kennen vermutlich selbst viele Hersfelder die DGUV-Akademie der Gesetzlichen Unfallversicherung am Seilerweg nicht. Am bekanntesten ist wahrscheinlich noch die von der Akademie beschilderte und gepflegte Laufstrecke im Stadtwald am Wehneberg, die Jogger und Spaziergänger gleichermaßen schätzen.

Dabei leben und lernen rund um das Jahr in 126 Einzelzimmern junge Leute aus ganz Deutschland in den drei modernen Lehr- und Wohngebäuden am Seilerweg. 30 000 Übernachtungen pro Jahr zählt die Akademie, die als bundesweite Bildungseinrichtung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) ein breites Programm von Ausbildungs, Studien- und Weiterbildungsmöglichkeiten anbietet.

Helle, lichtdurchflutete Räume mit einem sensationellen Blick über die Stadt, eine gut sortierte Fachbücherei, eine Mensa, aber auch eine Disko, einen Fitness-Raum und einen Bolzplatz bietet die Akademie ihren Studenten. Rund 50 Beschäftigte, darunter allein 20 Dozenten, arbeiten an der Hochschule – dazu kommen noch zahlreiche Gastdozenten und Fachreferenten, beispielsweise von den Gesetzlichen Unfallversicherungen. Die Auszubildenden können an der Hochschule den Beruf des Sozialversicherungsfachangestellten erlernen, die Studenten machen den Bachelor-Abschluss im Bereich Sozialversicherung oder den Master in Public Administration. Die Aufgabe der Absolventen ist es, im späteren Berufsleben Arbeitsunfälle zu begutachten und den Betroffenen dabei zu helfen, möglichst schnell wieder gesund zu werden und in ihre Firma zurückzukehren.

Studenten und Dozenten schätzen vor allem die fast familiäre Atmosphäre der Hochschule, die meilenweit von Massenbetrieb großer Universitäten entfernt ist. So kommen dem Besucher aus der Mensa schon mal Studentinnen mit gemütlichen Hausschuhen entgegen.

Es ist wohl eben dieses Ambiente gepaart mit einem guten Betreuungsschlüssel, der einen engen Kontakt zwischen Studierenden und Lehrkräften ermöglicht, das die Bildungseinrichtung für immer mehr Studenten interessant macht. Deshalb will die Akademie jetzt expandieren. Artikel links

Von Kai A. Struthoff

Quelle: HNA

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