SPD-Kanzlerkandidat in Bad Hersfeld eingetroffen

Peer Steinbrück besucht Amazon - "Beschäftigte sind streikbereit"

Bad Hersfeld. Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück ist am Montagmittag gegen 11.30 Uhr in Bad Hersfeld eingetroffen. Vor dem Amazon-Logistikzentrum an der Oberen Kühnbach/Amazonstraße wurde er vom heimischen Bundestagsabgeordneten, Michael Roth begrüßt.

Steinbrück besichtigt am Mittwoch der Online-Händler und trifft mit Vertretern von Geschäftsleitung und der Gewerkschaft Verdi zusammen. Erst am Sonntag hatte sich die über Verdi organisierte Belegschaft von Amazon in einer Urabstimmung mit überwältigender Mehrheit für Streikmaßnahmen ausgesprochen.

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Vor dem Gespräch mit Steinbrück zeigte sich Verdi-Landesbezirksleiter Bernhard Schiederig kämpferisch. „Am Beispiel Amazon kann man deutlich die Nachteile für die Beschäftigen sehen, für die durch die Agenda-Politik der SPD die Rahmenbedingungen geschaffen wurden“, sagte der Gewerkschafter. Von den über 3000 Amazon-Beschäftigten hätten über 1300 immer noch nur befristete Verträge.

„Die Beschäftigten sind streikbereit“, betonte Schiederig. Derzeit würden Streiks vorbereitet, die in „absehbarer“ Zeit stattfinden sollen. Gleichzeitig hoffte Schiederig darauf, dass sich die Geschäftsleitung beim Termin doch bereit erkläre, Verhandlungen über einen Tarifvertrag aufzunehmen.

Der Rundgang von Steinbrück durch die Amazon-Hallen durfte nicht von den Medien begleitet werden. Der Kanzlerkandidat will sich aber im Anschluss an seinen Besuch gegen 13.30 Uhr vor der Presse äußern. Vor dem Werkstor warten bereits viele Fernsehteams und Journalisten auf die Erklärung Steinbrücks. (kai)

Quelle: HNA

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