Historischer Bahnhof: Bekannter Farbphilosoph Garnier bietet Hilfe an

Friedrich-Ernst von Garnier (rechts): Er kam eigens zur Verabschiedung von Bürgermeister Horst Groß kürzlich zum Neujahrsempfang. Foto:  zmx

Bebra. Der Industriedesigner und Farbgestalter Friedrich-Ernst von Garnier will der Stadt Bebra anbieten, sie bei der Gestaltung von Bahnhofs-Inselgebäude und Lokschuppen zu unterstützen, sollten die beiden Gebäude erhalten bleiben.

Von Garnier, der weltweit mit hohen Ehrungen ausgezeichnet wurde, hatte das Farbkonzept für die Neugestaltung des Bebraer Rathauses entwickelt und die Stadt dabei ins Herz geschlossen - so sehr, dass er kürzlich mit seiner Frau auch den Bebraer Neujahrsempfang besuchte.

Für die Gestaltung des Rathauses hatte von Garnier rötliche Töne vorgeschlagen, die an die Farbe der Klinkersteine erinnern. Rathaus-Mitarbeiterin Elisabeth Geib kannte von Garnier aus ihrer früheren Berufstätigkeit und hatte den Kontakt hergestellt, sodass der Künstler sich dem vergleichsweise kleinen Projekt widmete.

Der Farbphilosoph gilt als Begründer der sogenannten organischen Farbigkeit, die das Beispiel der Natur aufgreift. Sie verzichtet auf große einfarbige Flächen zugunsten von Kompositionen aus vielen Tönen einer Farbe.

Von Garniers Vorstellungen für das Inselgebäude sind bislang nicht konkret.

„Die Stadt ist dabei, sich zu entwickeln“, lobt der Farbphilosoph. Die Stadt habe mehr Farbigkeit verdient, sagte er bereits bei früherer Gelegenheit. Und: „Der Bahnhof ist ein wichtiger Punkt in der Kulturlandschaft.“ Er solle so gestaltet werden, dass er originell und typisch sei, von der Stadt erzähle und sich nicht von ihr abtrenne. Die Farbgebung solle „das Gebaute geistreich betonen“. (zmy)

Quelle: HNA

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