Einsatz Erhalt von Lokschuppen

Historische Bahnhofsgebäude: Gönner kündigt Spende von 300.000 Euro an

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Luftaufnahme auf das Bahnhofsgelände: Das Foto zeigt in der Mitte das Inselgebäude, links dahinter der Lokschuppen II, rechts dahinter der Lokschuppen I, der sich noch im Besitz der Bahn befindet. Das Foto wurde im August 2013 aufgenommen.

Bebra. Große Überraschung am Ende der gestrigen Stadtverordnetenversammlung in Bebra: Es gibt einen großzügigen Spender, der sich für den Erhalt von Lokschuppen und/oder Inselgebäude einsetzt.

Laut Mehrheitsbeschluss gibt es für alle alten Gebäude, die bis heute stehengeblieben sind, nun noch reelle Chancen. Abrisspläne für das Inselgebäude sind vom Tisch.

Ein namentlich bisher nicht öffentlich Genannter will seiner Heimatstadt Bebra 300.000 Euro für den Erhalt der historischen Bahngebäude, das Inselgebäude und / oder den Lokschuppen II, spenden. Das war die überraschende Nachricht am Ende der gestrigen Sitzung der Stadtverodneten in Bebra.

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Bürgermeister Horst Groß verlas diese Nachricht nach der Grundsatzentscheidung für eine Entwicklung der noch vorhandenen Teile des Personenbahnhofs zu einem Denkmalverbund. Die Spende ist an die Bedingung geknüpft, dass das jeweilige Gebäude in das Eigentum der Stadt übergeht und das Geld nicht im Sande versickert. Eine vernünftige Sanierung innerhalb von fünf Jahren erwartet der unbekannte Gönner.

Nach einer sehr engagierten, sachlichen Diskussion hatten die Vertreter von SPD, Gemeinsam für Bebra und FWG gegen die Stimmen der CDU-Fraktion beschlossen, das Inselgebäude zu erhalten und den Lokschuppen II zurückzubauen, wobei möglichst viele Teile der Fassade erhalten bleiben sollen. Allerdings wird bis Mitte 2015 die Möglichkeit eingeräumt, dass sogenannte „Dritte“ den Lokschuppen II sanieren und später auch nutzen. Zum Betrieb des Denkmalverbundes soll ein Eigenbetrieb oder eine städtische Gesellschaft gegründet werden. Eine Arbeitsgruppe soll einen Betriebsplan für das Denkmal entwickeln. Die Geschäftsführung soll die Verwaltung übernehmen.

Ein Antrag der CDU-Fraktion war zuvor von allen anderen Fraktionen abgelehnt worden. Danach sollte unter anderem der Abriss des im Besitz der Bahn befindlichen Inselgebäudes verhindert und Abrisskosten in die Erneuerung von Dach und Fenstern gesteckt werden. Im Falle der Übertragung des Gebäudes auf die Stadt sei „der weitere Ausbau des Gebäudes auszuplanen“. Der Lokschuppen II sollte rückgebaut werden, ähnlich der Marienkirche in Wismar.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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Quelle: HNA

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