12 000 Gäste erwartet – Kein neues Sicherheitskonzept

Hippies stürmen auf das Herzberg-Festival

Erst Abi, dann Hippie: Sascha, Denise und Sophie aus Schotten im Vogelsbergkreis haben seit ein paar Tagen ihren Schulabschluss in der Tasche und freuen sich besonders auf die Bands Blues Pills und Orange. Foto: Deppe

Breitenbach/H. Bei strahlendem Sonnenschein sind gestern die ersten Gäste auf die Zeltplätze des Burg-Herzberg-Festivals im Breitenbacher Ortsteil Gehau gestürmt.

Bis zum Sonntag erwarten die Veranstalter bis zu 10 000 Besucher. Hinzu kommen laut Organisator Gunther Lorz noch etwa 2000 Händler und Kinder, die wegen ihres freien Eintritts nicht gezählt werden. Die Veranstaltung gilt als größtes Hippie-Treffen Europas.

Ab Donnerstag treten auf vier Bühnen etwa 100 Künstler auf, darunter bekannte Acts wie Element of Crime, Nigel Kennedy und Canned-Head-Gitarrist Walter Trout, der zeitweise zur Band der Blues-Legende John Lee Hooker gehörte. Dazu kommen bekannte Singer/Songwriter wie Funny Van Dannen, Götz Widmann und Nachwuchskünstler Falk.

Dutzende Helfer waren am Dienstag noch mit dem Aufbau der Bühnen beschäftigt. Zumindest die 7,5 Meter hohe Hauptbühne mit einer Fläche von 168 Quadratmetern sollte bis zum Abend stehen. Die Bühnentechnik folgt heute.

80 Sicherheitskräfte sollen rund um das Festival dafür sorgen, dass nichts passiert. Zusätzliche Vorkehrungen alsFolge der Anschläge wie bei einem Festival in Ansbach am vergangenen Sonntag wird es nicht geben. „An der Situation hat sich für uns ja nichts geändert“, so Lorz. Er weiß aus Erfahrung, dass bei Veranstaltungen dieser Größe „immer mal jemand aggressiv wird. Das kann man nie ausschließen“.

Die ersten Besucher standen bereits seit Montagmorgen mit ihren Autos in der Schlange vor dem Eingang, um sich die besten Zelt- und Parkplätze zu sichern. Viele von ihnen kamen mit bunt bemalten Wohnwagen und Autos nach Gehau. 

Quelle: HNA

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