Mit Hippies und Hoeneß: "Verboten guter" Kirmesfestzug in Solz

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Gute Laune und viel Hanf: Bei strahlendem Sonnenschein zog gestern der Festzug durch die Straßen von Solz. Das Kirmesmotto „Verboten gut“ hatte viele Teilnehmer inspiriert, zumal das Gerücht umging, bei Solz sei ein Hanffeld entdeckt worden.

Solz. „Verboten gut": Das Solzer Kirmes-Motto bot eine kreative Steilvorlage für den Kirmes-Festzug. Ein Gerücht, in der Nähe sei ein Feld mit Hanf-Pflanzen entdeckt worden, inspirierte gleich mehrere Gruppen.

Blätter der Hanfpflanze und Mohnkuchen verteilten die Mitglieder des Heimatvereins ans Publikum. Sie traten in traditionell landwirtschaftlicher Kleidung mit Milchkanne und Dreschflegel auf. „Mit den Gaststätten ist es ein Kampf, deswegen rauchen wir Hanf“, erklärte auf einem Plakat eine Gruppe Joint rauchender Jugendlicher. Bei dem Thema durfte auch eine Gruppe Hippies mit bunten Kleidern und Blumen in den Haaren nicht fehlen.

Reus und Hoeneß

„Verboten guten Fußball“ versprachen die Sportler des ESV und demonstrierten, dass auch in der Welt der Fußballstars manches verboten und nicht alles gut ist: Fahren ohne Führerschein etwa (Marco Reus) und Steuerhinterziehung (Uli Hoeneß). Bayerns früherer Präsident fuhr hinter Gittern im Festzug mit.

Ein aktuelles lokales Thema griffen Eltern von Kindergartenkindern auf: Angesichts der Diskussionen um den Bus, der die Kinder in die Kita bringt, entwickelten sie im Festzug Alternativen der Beförderung: Künftig sollen Kinder im Ballon nach Solz gelangen, oder sie werden mit Papas Rasenmäher gebracht. Die Kindergartenkinder selbst waren als Schneemänner, Pinguine und Eisbären im Festzug unterwegs - zur Erinnerung an Fasching im kalten Februar.

Die Zuschauer erlebten einen verboten guten Kirmes-Festzug. Nur eine Delegation aus Meckbach am Ende versprach: „Kirmes in Meckbach - verboten besser“. (zmy)

Verboten gut: Festzug der Solzer Kirmes

Quelle: HNA

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