Sie lebt seit acht Jahren in Simbabwe

Lispenhäuserin hilft Aids-Waisen in Simbabwe

Wieder einmal aktiv für Wuwis: Beim Lispenhäuser Weihnachtsmarkt verkauften Vereinsmitglieder Selbstgemachtes zugunsten der Waisenkinder in Simbabwe. Petra Krumpen war zu Besuch und berichtete von ihrer Arbeit. Unser Bild zeigt von links Simone Heise, Sascha Schilling, Petra Krumpen, Volker Heise, Wuwis-Vereinsvorsitzende Nicole Schilling. Foto: Schäfer-Marg

Lispenhausen. Hinter dem  Engagement von Petra Krumpen stehen viele Menschen in Waldhessen, die sie zwar nicht persönlich kennen, dafür aber ihren im Rotenburger Stadtteil Lispenhausen angesiedelt Verein: „Wuwis - wir helfen Waisenkindern in Simbabwe“.

Petra Krumpen ist von Afrika fasziniert und weiß: Wer einmal auf dem dunklen Kontinent war, lehnt ihn entweder als zu fremdartig ab oder ist für immer von ihm gefesselt. Sie zählt zu denen, die den Kontinent lieben und sich für die Bewohner einsetzen. Hinter ihrem Engagement stehen viele Menschen in Waldhessen, die Petra Krumpen zwar nicht kennen, dafür aber den Verein, der unermüdlich Spenden für ihre Hilfsaktionen sammelt und im Rotenburger Stadtteil Lispenhausen angesiedelt ist: „Wuwis - wir helfen Waisenkindern in Simbabwe“. Vorsitzende ist Nicole Schilling.

Petra Krumpen war schon  mehrfach in Afrika. Seit 2005 lebt die 55-Jährige in Simbabwe. Sie arbeitet im Auftrag der Aktion „Brot für die Welt“ als Dozentin an der Universität von Mutare. Dort unterrichtet sie Studenten aus 28 panafrikanischen Ländern im Bereich Gesundheitswesen.

Eigentlich ist die aus Oberhausen stammende Petra Krumpen gelernte Kinderkrankenschwester. Die engagierte Christin arbeitete jedoch nach einer theologischen Ausbildung ab 1985 in Lispenhausen und Heinebach als Jugendmissionarin der evangelischen Kirche. Damals lernte sie auch Nicole Schilling kennen, die kurz nach ihrer Konfirmation den Jugendkreis von Petra Krumpen in Lispenhausen besuchte. Seither verbindet die beiden Frauen eine Freundschaft.

Die Jugendarbeit beendete die Frau, als es „vom Alter her einfach nicht mehr passte“, wie sie sagt. Sie arbeitete wieder einige Jahre als Krankenschwester im Herz- und Kreislaufzentrum, ließ sich dann zur Schulschwester ausbilden und studierte schließlich in Edinburgh in Schottland und schloss mit einem „Master“ in International Health ab

In Simbabwe, ihrer neuen Heimat, wurde Petra Krumpen sehr schnell mit der Situation von Kindern konfrontiert, die ihre Eltern durch Aids verloren hatten. „In diesem Land fehlt praktisch eine ganze Generation“, sagt Petra Krumpen. Viele Kinder müssten von ihren Großmüttern aufgezogen werden. Ein Umstand, der der gesellschaftlichen Grundhaltung widerspreche: In Afrika bekommt man viele Kinder, um im Alter versorgt zu sein. Die jüngere Generation kümmert sich um die Alten. Durch die massenhafte Verbreitung des HIV-Virus’ und die damit verbundene hohe Sterberate der mittleren Generation gebe es viele Waisenkinder, erzählt Petra Krumpen. Ihnen und ihrem Elend in Heimen gilt ihr Engagement. Sie telefonierte mit Nicole Schilling, die dann gemeinsam mit anderen Frauen und Männern den Verein Wuwis gründete.

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Von Silke Schäfer-Marg

Quelle: HNA

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