Seniorennetz informierte über 50 Interessierte über Beratung, Hausnotruf und mehr

Rat und Hilfe im Pflegefall

Hausnotruf: Ein kleines Gerät, das in jeden Haushalt passt, sorgt im Notfall dafür, dass Hilfe schnell eintrifft. Foto:  Selzer/nh

Bebra. Von guten Händen gepflegt – so lautete kürzlich das Thema der dritten Veranstaltung des Seniorennetzes Zubra (= Zusammenarbeit Bebra, Rotenburg, Alheim). Über 50 Personen waren in das Bistro im Gama-Altenhilfezentrum in Bebra gekommen, um sich über die Möglichkeiten im Pflegefall zu informieren.

• Die Seniorenberatung Waldhessen stellte Antje Liemen als erste Anlaufstelle vor. Dort wird Beratung in sämtlichen Lebensfragen geboten. Auch Tipps zu Umbauten, mit denen das Leben in der gewohnten Umgebung leichter fällt, können die ausgebildeten Wohnberaterinnen geben. Daneben bieten sie in vielen Kommunen Sprechstunden an, organisieren Vorträge und Selbsthilfegruppen.

• Betreutes Wohnen: Heinrich Bambey, Projektierer der Wohnanlage 55+ in Heinebach, stellte seine Arbeit im Bereich des Betreuten Wohnens vor. Selbständigkeit, Sicherheit und Geborgenheit wünschen sich die meisten Menschen für ihren letzten Lebensabschnitt. Je nach Gesundheitszustand könne dies sehr unterschiedliche Wohnformen erfordern. Bambey stellte das Spektrum von der angestammten Wohnung bis hin zu verschiedenen Heimarten dar und betonte, dass jede ihre Daseinsberechtigung habe. Dabei ist eine barrierefreie und seniorengerechte Bauplanung die Grundvoraussetzung.

Wichtig seien in den offenen Wohnangeboten die gute Verknüpfung mit Beratungs- und Betreuungsinstanzen sowie eine gute vertragliche Absicherung der Bewohner. Das beste Wohnkonzept könne nur funktionieren, wenn die Leistungen eindeutig festgeschrieben seien. Barbara Stahl als Bewohnerin der neuen Wohnanlage in Heinebach bestätigte das.

• Den Hausnotruf als technisches Hilfsmittel für Alleinstehende stellte Gerhard Mühlbauer vor, der auch wichtiger Bestandteil der offenen Wohnformen ist. Mit einem Knopfdruck kann man damit bei Bedarf Hilfe rufen.

In der Diskussion stellten die Anwesenden fest, dass es in der Praxis oftmals Missstände gibt, denen Bewohner oder auch Angehörige hilflos gegenüber stehen. Heinrich Bambey und Alheims Bürgermeister Georg Lüdtke ermunterten dazu, dies nicht hinzunehmen, sondern immer wieder anzusprechen. Lüdtke führte auch aus, wie die Kommune sich ein Mitspracherecht bei der Gestaltung von Wohnprojekten und Einfluss auf ihre praktische Umsetzung sichern könne.

Auch der Pflegenotstand war Thema. Pflegeberufe müssten attraktiver werden, damit genügend qualifizierte Pflegekräfte einen guten Job machen können, fasste Moderatorin Martina Selzer vom Büro Selzer Konzepte zusammen.

Die nächste Veranstaltung zum Seniorennetz Zubra ist am 18. März 2014 geplant. Hier werden die Ergebnisse aus den bisherigen Treffen vorgestellt. (red/ank)

Quelle: HNA

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