Landesparteitag in Rotenburg

JU Hessen fordert Generationengerechtigkeit

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Hoch hinaus in Rotenburg: Andreas Börner, Timo Lübeck, Christian Eckhardt, Jonas Rudolph, Lena Arnoldt, Innenminister Peter Beuth und JU-Landeschef Dr. Stefan Heck auf der Alm.

Rotenburg. Ein Plädoyer für Generationengerechtigkeit stand im Mittelpunkt des Landesparteitages der Jungen Union Hessen, der am Wochenende in Rotenburg stattfand.

„Die Rente mit 63 war der größte Fehler der Großen Koalition - im anstehenden Bundestagswahlkampf darf es keinen erneuten Überbietungswettbewerb bei der Rente geben“, sagte der JU-Landesvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Dr. Stefan Heck. Der 33-Jährige hatte der „Rente mit 63“ im Bundestag nicht zugestimmt.

Heck nutzte seine Rede auch zur Abgrenzung von der „Alternative für Deutschland“. „Wenn es in Deutschland eine sogenannte ‚Altpartei’ gibt, sind das nicht die Volksparteien, sondern die alten Männer der AfD“, erklärte er vor den Delegierten aus ganz Hessen.

Die über 400 Vertreter der Jungen Union Hessen, die bei der Kommunalwahl im März ein Mandat errungen hätten, seien bereit, die AfD in den Kommunalparlamenten inhaltlich zu stellen. „Dabei wird deutlich werden, dass die Union Heimat der Konservativen bleibt“, sagte der JU-Vorsitzende.

Auf Rede verzichtet

Am JU-Landestag nahm auch der CDU-Landesvorsitzende Volker Bouffier teil. Der hessische Ministerpräsident verzichtete spontan auf seine Rede und nahm sich über zwei Stunden Zeit, mit den JU-Mitgliedern zu diskutieren. Bouffier, der auch stellvertretender Bundesvorsitzender ist, nahm Stellung zu den Landtagswahlergebnissen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. „Ich bin dagegen, die Wahlergebnisse schönzureden“, sagte Bouffier.

Als Ganzes auftreten

Die von manchen Medien verbreitete Wahlanalyse, „wer für Merkel ist, gewinnt, wer gegen Merkel ist, verliert“ sei „zu einfach“. Richtig sei aber, dass es sich gerade in Zeiten politischer Unsicherheit auszahle, Kurs zu halten. Mit Blick auf die Bundestagswahl äußerte Bouffier die Erwartung, „dass die Union als Ganzes und in Geschlossenheit auftritt. CDU und CSU müssen im Wahlkampf als einheitliche Plattform agieren“, forderte er.

Attacke gegen die AfD

Bouffier attackierte die AfD. „Die Wege von der AfD zu Sarah Wagenknecht sind deutlich kürzer als zur Union“, sagte der Ministerpräsident. Es sei aber wichtig, sich um die Wähler der Partei zu kümmern, insbesondere um jene, „die sich abgehängt fühlen.“ Zudem sei eine „klare Integrationspolitik“ notwendig.

Bouffier kritisierte die islamische Vollverschleierung in der Öffentlichkeit. „Wer sich verhüllt, bleibt fremd“, beklagte der CDU-Landesvorsitzende. (red/ks)

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Quelle: HNA

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