Biwak-Abend in der Alheimerkaserne – letzter Standorttag vor Schließung

Herzliche Bande geknüpft

Stimmungsvoller Biwak-Abend: Unser Foto zeigt Soldaten auf dem Gelände der Alheimerkaserne am Lagerfeuer. Fotos: Meyer

Rotenburg. Stimmungsvoll war der Biwak-Abend im Anschluss an den Standorttag in der Rotenburger Alheimerkaserne, der rund 2000 Gäste angelockt hatte. Im Lichtschein zweier Lagerfeuer trat Kommandeur Uwe Reinhardt ans Mikrofon, um zu den Besuchern und Soldaten zu sprechen. Doch in die Romantik des Augenblicks mischte sich Wehmut. Denn die Schließung der Kaserne steht bevor, und Stadt und Bundeswehr begannen an dem Abend, nach 50 Jahren Abschied voneinander zu nehmen.

„Das war die letztmalige Darstellung der Bundeswehr in diesem Rahmen an diesem Standort“, sagte Reinhardt über den Standorttag, an dem sich die Soldaten einen Tag lang der Öffentlichkeit präsentiert hatten – wir berichteten. Reinhardt dankte auch den über 100 Reservisten, die mitgeholfen hatten, und betonte die Bedeutung der Pflege der Kameradschaft mit den Reservisten. Den Rotenburger Bürgern dankte Reinhardt für ihre Unterstützung.

Respekt und Anerkennung

„Ein Kapitel ohne Bundeswehr wird aufgeschlagen“, sagte Bürgermeister Christian Grunwald. Es sei für die Rotenburger Bürger schwer verständlich, dass die teuer sanierte Kaserne nun geschlossen werde. Grunwald würdigte den Einsatz der Soldaten: Sie verdienten Respekt und Anerkennung. „Sie werden immer Teil der Rotenburger Geschichte bleiben“, sagte er und lud die Soldaten ein, auch ohne Uniform Rotenburg zu besuchen.

Der Kreisbeigeordnete und Hauptmann a. D. Heinz Schlegel blickte zurück auf 50 Jahre Bundeswehr in Rotenburg. Bürgermeister Kurt Dorr habe den Soldaten des Panzergrenadierbataillons 51 1962 zugerufen, er hoffe auf das Knüpfen herzlicher Bande des Vertrauens. Schlegl: „Im Nachhinein kann ich sagen, es hat sich in den 50 Jahren alles bewahrheitet.“ 1966 hätten die Soldaten der Rotenburger Bevölkerung mit Schlauchbooten erstmals geholfen, mit dem Fuldahochwasser fertig zu werden.

Schlegel erinnerte an Wohltätigkeitskonzerte der Bundeswehr-Bigband und Verbindungen der Soldaten zu der Bevölkerung und zu Vereinen. „Die Beteiligung am Heimat- und Strandfest war eine ständige Verpflichtung der hier stationierten Soldaten.“

Auszeichnung vergeben

Kommandeur Uwe Reinhardt nahm am Biwak-Abend auch Beförderungen vor. Reinhold Schwarz aus Fulda, Hauptfeldwebel der Reserve, wurde mit der „Commander’s Coin“ ausgezeichnet, einer speziellen Auszeichnung des Kommandeurs.

Von Achim Meyer

Quelle: HNA

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