Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg will 75 Stellen abbauen

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Rotenburg. 75 Stellen sollen im Herz- und Kreislaufzentrum bis Ende März 2015 abgebaut werden. Betriebsbedingte Kündigungen sind nicht vorgesehen. Das geht aus einer Pressemitteilung des Herz- und Kreislaufzentrums im Nachgang zur Gesellschafterversammlung hervor.

Das Haus in Stichworten: 

• Akut-Fachrichtungen Kardiologie mit zertifizierter Brustschmerz-Einheit (Chest-Pain-Unit), Herz- und Gefäßchirurgie, Anästhesie, Neurologie mit zertifizierter Schlaganfall-Einheit (Stroke Unit) und einem Schlaflabor

• Kliniken für kardiologische, neurologische und orthopädische Rehabilitation

• 576 Plan- und Vertragsbetten

• über 900 Mitarbeiter

• 14.000 Patienten jährlich

• Gründung 1974

Nur die Note befriedigend verdiene das Geschäftsergebnis des Herz- und Kreislaufzentrums im vergangenen Jahr 2013. Das betont der Aufsichtsratsvorsitzende, Peter Klufmöller. Das Ergebins verschlechterte sich laut Klufmöller um eine Million Euro auf 300.000 Euro im vergangenen Jahr 2013. Und das bei einem von 2012 auf 2013 gestiegenen Umsatz von 66,6 Millionen auf 69,9 Millionen Euro. „Angesichts erheblicher Investitionen in die Struktur des Hauses, wie zum Beispiel der Neubau einer Küche mit einem Investitionsvolumen vonzwei Millionen Euro, ist der Ertrag des Unternehmens nur noch mit befriedigend zu bezeichnen“, sagte Klufmöller. Das HKZ bekommt von Anbeginn an keine Fördermittel für Investitionen - im Gegensatz zu den Krankenhäusern in öffentlicher Trägerschaft.

In der Gesellschafterversammlung kündigte Klufmöller „erhebliche Strukturveränderungen in den Kliniken“ an, die zusammen mit einem Beratungsunternehmen bis Ende 2014 umgesetzt sein müssten.

Aufsichtsrat und Geschäftsführung verfolgen bei den Strukturveränderungen die Absicht, den Personalabbau von 75 Stellen ohne betriebsbedingte Kündigungen zu realisieren.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der „Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg a. d. Fulda GmbH & Co. Pergola KG“ erklärte, das internationale Geschäft solle mit der Aufnahme von weiteren Patienten ausgebaut werden. „In diesem Zusammenhang wurden mit russischen Versicherungen und Krankenkassen Gespräche geführt, die bei erfolgreichem Abschluss noch 2014 erste Früchte tragen könnten“, so hofft Peter Klufmöller.

Das Herz- und Kreislaufzentrum in Rotenburg (HKZ) ist ein in privater Trägerschaft geführtes interdisziplinäres Fachzentrum. (ank)

Quelle: HNA

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