Krankenhaus setzt auf Ernährung als Wirtschaftsfaktor

HKZ hat Patent auf gesundes Essen

Rotenburg. Die Ernährung der Patienten wird beim Herz- und Kreislaufzentrum (HKZ) zunehmend wichtiger. Das Krankenhaus hat sich nun das Essen patentieren lassen: Die Herz- und Kreislauf-Vitalkost ist beim Patentamt München eingetragen und der Name geschützt.

Für das HKZ ist das ein weiterer Schritt, die Verpflegung zu einem wichtigen Baustein des Klinikbetriebs zu machen.

Das patentierte Essen zeichnet sich nicht nur durch die Zutaten und Rezepte aus, die sich an den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung orientieren, erklärt Versorgungsleiter Uwe Gathmann. Das im HKZ gekochte Essen werde regelmäßig im Labor untersucht. Dadurch sei gewährleistet, dass im fertigen Essen tatsächlich die Inhaltsstoffe enthalten sind, die laut Rezept drin sein sollen.

Nach Aussage von Gathmann ist das HKZ die einzige Klinik in Deutschland, die ein Patent auf die eigene Kost hält: „Dieser Schritt ist das i-Tüpfelchen auf dem Weg als Lehrklinik für Ernährungsmedizin, den wir 2004 begonnen haben.“ Erst im Herbst hatte ein Fachmagazin Gathmann mit dem „Oskar“ für Führungskräfte von Großküchen ausgezeichnet.

Ernährung ist Wirtschaftsfaktor

Für das Herz- und Kreislaufzentrum entwickelt sich die Ernährung damit auch zu einem Wirtschaftsfaktor. „Wir wollen besser sein als vergleichbare Kliniken, und mit unserer Ernährung können wir uns von der Konkurrenz abheben“, sagt Gathmann.

Dr. Klaus Edel, Chefarzt der kardiologischen Reha, verweist auf die medizinische Bedeutung: „Neben den anerkannten Therapien ist die Ernährung eine entscheidende Säule im Genesungsprozess.“ Bisher erhalten die Krankenhäuser von den Kassen aber nur einen Pauschalbetrag fürs Essen. Laut Gathmann hofft, dass gesundheitsfördernde Ernährung künftig entsprechend bezahlt wird. Das Patent sei dabei ein starkes Argument.

Von Marcus Janz

Quelle: HNA

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