Intendant zum Sparen bereit

Bad Hersfelder Festspiele: Kompromiss rettet Planung für 2014

Bad Hersfeld. Eine Fifty-fifty-Lösung soll die Finanzplanung für die Bad Hersfelder Festspiele 2014 retten. Auf diesen Kompromiss verständigten sich Intendant Holk Freytag und Vertreter der Stadt in den nicht öffentlichen Krisen-Sitzungen der Festspiel- und Theaterkommission sowie des Magistrats.

Wie der städtische Pressesprecher Meik Ebert auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, habe sich der Intendant bereit erklärt, dass er versuchen werde, im Etat für die nächste Spielzeit etwa 200.000 Euro sowohl bei den Sach- wie auch bei den Personalkosten einzusparen.

Im Gegenzug wird die Stadt ihren Zuschuss in gleicher Höhe aufstocken, um so die momentan bestehende Deckungslücke zwischen der Planung der Intendanz und dem Haushaltsentwurf des Bürgermeisters zu schließen. Holk Freytag kommentierte diese Verständigung nicht, sondern erkärte lediglich: "Wir arbeiten weiter."

Die Finanzierungsprobleme beim renommierten Bad Hersfelder Theaterfestival waren aufgetreten, weil der Intendant für 2014 vom Budget des Vorjahres ausgegangen war, Bürgermeister Thomas Fehling (FDP) jedoch lediglich die tatsächlichen Einnahmen der vergangenen Spielzeit 2013 angesetzt hatte.

Fehlende Kommunikation und weitere Differenzen bei organisatorischen Fragen hatten den Festspiel-Streit in der Folgezeit eskalieren lassen (wir berichteten).

Mittlerweile gibt es vom Kartenvorverkauf für die nächste Saison jedoch gute Nachrichten: "Wir liegen derzeit über dem Vorjahr und haben etwa 60 000 Euro mehr eingenommen", erklärte Pressesprecher Ebert. Die Zahlen seien wegen identischer Zeiträume vom Beginn des Vorverkaufs bis heute gut vergleichbar, erläuterte Ebert und fügte hinzu: "Die Schlagzeilen der vergangenen Wochen haben den Kartenverkauf offenbar nicht negativ beeinflusst".

Ein Zurück vom verkündeten Spielplan wäre für die 64. Bad Hersfelder Festspiele höchst problematisch gewesen, denn mittlerweile sind für alle Vorstellungen Karten verkauft. Eröffnet wird das Festival am 13. Juni mit Holk Freytags Inszenierung von Schillers Maria Stuart. Tags darauf steht die Premiere des Familienstücks Don Quijote auf dem Programm, inszeniert von Lisa und Laura Quarg sowie Tobias Bungter. Am 18. Juni folgt als neue Produktion das Musical Kiss me, Kate, Regie Stefan Huber, eine Woche darauf das Mittelalter-Stück Die Wanderhure, das Janusz Kica inszeniert. Als Wiederaufnahme steht ab 18. Juli Der Name der Rose auf dem Programm.

Von Karl Schönholtz

Quelle: HNA

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