Arbeitsagentur zieht trotz Euro-Krise eine positive Jahresbilanz

Arbeitsmarkt im Kreis erweist sich als robust

Hersfeld-Rotenburg. Trotz Euro-Krise und Konjunktureintrübung hat sich der Arbeitsmarkt in Osthessen im vergangenen Jahr als robust erwiesen. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote im neuen Agenturbezirk Bad Hersfeld/Fulda lag bei 4,1 Prozent – das ist die niedrigste Quote in ganz Hessen.

„Unsere Region hat sich wacker geschlagen“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, Waldemar Dombrowski, bei einer Pressekonferenz in Hünfeld.

Motor im neuen Arbeitsamtsbezirk ist allerdings der Kreis Fulda, der im vergangenen Jahr einen Rückgang der Arbeitslosigkeit von 9,3 Prozent verzeichnete. Im Kreis Hersfeld-Rotenburg indes stieg die Arbeitslosigkeit um 6,1 Prozent. Dies relativiert sich allerdings bei den absoluten Zahlen: Die Zahl der Arbeitslosen stieg im Jahr 2012 von 3022 auf 3207 Personen.

„Der Kreis Hersfeld-Rotenburg hatte in den vergangenen Jahren einen sagenhaften Anstieg an Beschäftigung“, sagte Dombrowski, und trotz des Anstiegs der Arbeitslosenquote sei die Situation im Kreis immer noch nicht dramatisch. Der Zuwachs an Arbeitslosen käme aus „allen Bereichen querbeet“.

„Es gibt immer noch viel Bewegung am Markt, und die meisten Menschen finden bald wieder Arbeit“, sagte Gerhard Ruch, operativer Geschäftsführer in Bad Hersfeld. Im Durchschnitt betrug die Dauer der Arbeitslosigkeit in 2012 123,3 Tage. Bei Fachkräften – vor allem in den Bereichen Handwerk, Hotel und Gaststätten sowie der Pflege – allerdings deutlich weniger.

Für 2013 erwarten die Arbeitsmarkt-Experten keine massiven Zuwächse der Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk, sondern eine stabile Beschäftigungslage trotz allgemein schwächelnder Konjunktur. „Wir hoffen auf ein wieder zunehmendes Wachstum im zweiten Halbjahr“, sagte Waldemar Dombrowski. (kai)

Quelle: HNA

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