Neue Pflegeeinrichtung schließt Versorgungslücke im Kreis

Hephata baut Heim für 3,8 Millionen Euro

Breitenbach/H. Die Hephata-Diakonie baut ein neues Pflegeheim in Breitenbach am Herzberg. Es soll 36 Plätze bieten für Menschen, die aufgrund einer psychischen Erkrankung, einer seelischer Behinderung oder einer Suchterkrankung pflegebedürftig geworden sind. Damit wird eine Versorgungslücke geschlossen: Bisher gibt es für sie im Landkreis keine spezialisierte Pflegeeinrichtung.

Der Neubau wird nach Auskunft des Hephata-Direktors Klaus Dieter Horchem rund 3,8 Millionen Euro kosten. Einen Investitionszuschuss in Höhe von 720 000 Euro kommt vom Land Hessen. Neben den Pflegekassen hat auch der Landeswohlfahrtsverband Hessen angekündigt, sich an der Finanzierung der Pflegeplätze zu beteiligen.

Anlaufstelle für drei Kreise

Das Wohnpflegeheim, das den Namen Haus im Burggarten tragen wird, ist als stationäre Fachpflegeeinrichtung für die Landkreise Hersfeld-Rotenburg, Fulda und Vogelsberg gedacht.

Bisher wurden pflegebedürftige Suchtkranke meist in Altenpflegeheimen untergebracht, erklärte der hessische Sozialminister Stefan Grüttner gestern bei der Grundsteinlegung. Ein Bewohner im Alter von 25 oder 30 Jahren habe allerdings andere Ansprüche. Das führe dann schnell zur Überforderung des dafür nicht ausgebildeten Pflegepersonals.

Obwohl das offizielle Startsignal für den Bau im Neubaugebiet Burggarten erst gestern gegeben wurde, sind die Arbeiten bereits im Gange. Ein Teil der Bodenplatte für das eingeschossige Gebäude ist gegossen, die ersten Mauern wachsen in die Höhe. Ende 2014 sollen die ersten Bewohner einziehen.

25 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen in der neuen Hephata-Einrichtung. Breitenbachs Bürgermeister Volker Jaritz äußerte die Hoffnung, dass ein möglichst großer Teil der Belegschaft aus der Gemeinde rekrutiert wird. (jce/mcj) Hintergrund, Zum Tage, Seite 2

Quelle: HNA

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