Vor Beginn der Heizperiode kostet Brennstoff so viel wie nie

Heizölkunden setzen auf sinkende Preise

Hersfeld-Rotenburg. Kurz vor Beginn der Heizperiode sind die Preise für Mineralöl auf einem Rekordhoch. Seit Wochen müssen Besitzer von Ölheizungen zwischen 90 und 95 Cent pro Liter Heizöl zahlen. In Waldhessen spekulieren viele Käufer darauf, dass die Preise wieder fallen. Das ergab eine Umfrage bei den Heizöllieferanten in Hersfeld-Rotenburg.

„Wer nicht tanken muss, der wartet derzeit ab“, sagt Sabine Weber vom Bebraer Mineralöl-Großhändler V.W. Günther. Die meisten Kunden würden nur geringe Mengen bestellen, um über die Runden zu kommen, bis die Preise hoffentlich wieder fallen. Das gehe momentan allen Händlern so, sagt Weber. Die Bebraer Firma versorgt aus ihrem 11-Millionen-Liter-Tanklager nicht nur Endabnehmer, sondern auch andere Lieferanten.

Die Zurückhaltung bei den Kunden beobachten alle Heizöllieferanten im Landkreis. Und alle sind skeptisch, ob sich das Warten auf günstigere Preise wirklich lohnt. „Das ist alles spekulativ“, sagt Maik Reinhardt von der Firma Kurt Günther, die Niederlassungen in Rotenburg und Bad Hersfeld hat. Nachdem der Ölpreis im Laufe des Jahres um bis zu zehn Cent schwankte, sei er seit Wochen stabil.

Auch Andrea Holl-Heckroth von Öl-Holl in Bebra ist zurückhaltend: „Ich glaube nicht, dass die Preise bis zum Jahresende noch sinken.“ Es falle schwer, den Kunden eine Empfehlung zu geben. Holl-Heckroth sieht die Nachfrage nach kleineren Mengen als allgemeinen Trend: „Eine Tankladung von 3000 Litern kostet über 2500 Euro. Das können sich viele Menschen nicht mehr leisten. Deshalb kaufen sie häufiger, dafür weniger.“

Wie schnell die Kunden selbst auf kleine Preissenkungen reagieren, beobachtet Ralf Pfetzing, Inhaber von Pfetzing Heizöl in Heinebach. Als Ende vergangener Woche der Liter Heizöl etwa einen Cent günstiger wurde, gingen sofort mehr Aufträge ein. Zum Tage,

Hintergrund, Seite 2

Von Marcus Janz

Quelle: HNA

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