Training in einer alten Fabrik

Heiße Übung für Nentershäuser Wehren

Nachwuchs: Auch die Kinder und Jugendlichen zeigten ihr Können.

Dens. Mit einer Alarmübung startete der Nentershäuser Gemeindefeuerwehrtag in Dens. Angenommen wurde eine Explosion in einem Industriebetrieb außerhalb der Ortschaft.

Die Wucht der Detonation löste nach den Vorgaben einen Brand im Sozialtrakt mit mehreren verletzten und eingeschlossenen Personen aus. Über die Leitstelle wurde die Feuerwehr alarmiert.Wegen der Größe des Objekts betraf das alle Einsatzabteilungen der Gemeinde. Zusätzlich wurde eine Drehleiter mit Begleitfahrzeug zur Brandbekämpfung von der Feuerwehr Sontra-Mitte angefordert.

Die Brandschützer aus Dens waren nur wenige Minuten nach der Alarmierung vor Ort und begannen mit dem Aufbau einer Löschstrecke mit Wasser aus einem abseits gelegenen Hydrant. Schneller ging das nach dem Eintreffen der Nentershäuser Wehr, die in zwei großen Einsatzfahrzeugen Löschwasser an Bord hatte.

Zeitgleich mit dem Aufbau der Löschstrecken bereiteten Atemschutzgeräteträger ihren Einsatz vor. Zum Retten der eingeschlossen Personen drangen sie in das verqualmten Gebäude ein und holten die sechs „Schwerverletzten“ nacheinander heraus. Zur weiteren Versorgung wurden sie geführt oder auf Tragen aus der Gefahrenzone gebracht.

Schwierig war das Retten einer Person, die nach der Explosion noch die Heizung der Industrieanlage abschalten wollte, dabei stürzte und sich Knochenbrüche zuzog. Dieser Schwerverletzte musste von den Einsatzkräften mit Hilfe einer Schleifkorbtrage über eine schräge Ebene aus Steckleitern geborgen werden. Das durch die Explosion ausgebrochene Feuer wurde von mehreren Löschtrupps und mit Hilfe der Drehleiter aus großer Höhe bekämpft. Acht Trupps Atemschutzgeräteträger retteten die eingeschlossenen Personen.

Neben der Wasserversorgung aus dem Hydrant und den Fahrzeugtanks wurde eine lange Löschwasserstrecke bis zum Denser Hochbehälter aufgebaut. Nach etwas über einer Stunde war das Feuer gelöscht und alle Personen in Sicherheit.

„Wir hatten 50 Einsatzkräfte bei der Alarmübung im Einsatz“, berichtete als Einsatzleiter der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Christian Löffler. Bei den extremen Bedingungen durch das schwül-heiße Wetter und das verzweigte Industrieobjekt hätten die Feuerwehrkameraden ihre Einsatzfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Nentershäuser Feuerwehren trainieren in alter Fabrik

Quelle: HNA

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