Kreisverband der Jungen Union Hersfeld-Rotenburg startet Veranstaltungsreihe

Die Moderatoren Katharina Storck und Pascal Schröder im Gespräch mit Rotenburgs neuem Bürgermeister Christian Grunwald (Mitte). 3 Fotos: Meyer

Rotenburg. Was wird aus der Alheimer-Kaserne? Wo wird gespart? Was tut die Stadt für junge Familien? Die Gäste wollten es ganz genau wissen, und Christian Grunwald (CDU) gab viele konkrete Antworten.

Der Rotenburger Bürgermeister war Gast der Auftaktveranstaltung von „JU fragt nach“. Unter diesem Motto plant die Junge Union Hersfeld-Rotenburg eine Reihe von Vorträgen und Interviews.

Für Grunwald (35), der selbst Mitglied der christdemokratischen Nachwuchsorganisation ist, war der Abend ein Heimspiel. Ein Thema der Diskussion mit überwiegend jungen Zuhörern und Fragern war der Finanz-Rettungsschirm, den es für Kommunen nur geben wird, wenn die in den nächsten Jahren strikt sparen. Andreas Börner forderte vom Bürgermeister ein praktisches Beispiel für eine Einsparmöglichkeit. „Die Grundsteuer ist der Klassiker“, wies Grunwald darauf hin, dass durch Steuererhöhung die Finanzlage verbessert werden kann. Und: In der Liste der Ideen stehe auch die Absenkung der Wassertemperatur im Freibad.

Der Bürgermeister versprach die Schaffung von weiteren Kinderkrippen-Plätzen. Was er sich vom neuen Einkaufszentrum verspricht, wurde Grunwald gefragt. „Ich finde das deshalb gut, weil Durchreisende einen Anker haben, um in Rotenburg Halt zu machen.“

Christian Eckhardt wollte Konzepte für die Weiternutzung der Rotenburger Kaserne erfahren. Bei diesem Thema verweigerte Grunwald die konkrete Antwort und vermittelte den Gästen den Eindruck, dass er ganz außergewöhnliche Ideen in der Hinterhand hat. Es sei nicht ratsam, zu viel zu verraten. Zwischen den geschlossenen Bundeswehrstandorten gebe es „ein Windhundrennen um gute Ideen“. Grunwald deutete an: „Es gibt Leuchtturmprojekte mit großer Strahlkraft.“ Der Bürgermeister ermunterte die jungen Rotenburger, sich nicht zu scheuen und ihn auf ihre Ideen anzusprechen. „Junge Leute haben unheimlich was drauf, was Organisation angeht“, sagte er. „Ich hoffe, dass viele kommen und sagen: Wir haben was, was wir auf die Beine stellen wollen.“

Katharina Storck und Pascal Schröder moderierten charmant und einfühlsam und interessierten sich auch dafür, wie sich Grunwalds Leben seit Amtsbeginn am 20. März dieses Jahres verändert habe. Ob er zum Strandfest als Privatperson oder als Bürgermeister gehe? Grunwald überlegte nur kurz: „Ich bin Rotenburger Jung’, und ein Rotenburger Jung’ geht zum Strandfest.“

Thema Finanzpolitik

Die nächste Veranstaltung des JU-Kreisverbandes aus dieser Reihe, kündigte Christian Eckhardt an, soll die kommunale Finanzpolitik mit Hinblick auf die Generationengerechtigkeit zum Thema haben. Ort und Zeit stehen noch nicht fest. (zmy)

Quelle: HNA

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